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Finanzen

DFB-Traditionshotel steht vor dem Aus

wochentlich.deBy wochentlich.de14 August 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Pikanter Hintergrund

DFB-Traditionshotel steht vor dem Aus


14.08.2026 – 05:42 UhrLesedauer: 2 Min.

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Das endgültige Aus droht dem Hotel Hilton Frankfurt-Gravenbruch. (Quelle: IMAGO/Ingo Kutsche)

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Das Kempinski Hotel Gravenbruch diente unter anderem dem DFB als Stamm-Unterkunft. Nun steht das Traditionshaus vor dem Aus.

Das frühere Kempinski Hotel Frankfurt Gravenbruch war jahrzehntelang eine der prominentesten Hoteladressen Deutschlands: Fußball-Weltmeister, Präsidenten und Rockstars gingen hier ein und aus. Nun aber bleiben die Zimmer leer. Seit Donnerstag können keine Gäste mehr einchecken – obwohl Geld vorhanden ist. Grund sind EU-Sanktionen gegen den iranischen Geschäftsmann Ali Ansari (63), der an Firmen beteiligt ist, denen das heutige Hilton gehört.

Über mehr als 20 Jahre bis 2024 diente das Haus auch der deutschen Fußball-Nationalmannschaft als Stammquartier. Der letzte KP-Vorsitzende der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, wohnte dort, der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, die Rolling Stones und Harry Styles. Das Haus blickt also auf eine lange und mit vielen Prominenten und Superstars gespickte Geschichte.

Die Sanktionen gegen Ansari haben konkrete Folgen für den laufenden Betrieb: Gelder sind eingefroren. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, kann Insolvenzverwalter Joachim Kühne (CMS) derzeit nicht ausreichend auf vorhandene Konten zugreifen, um etwa Lebensmittel oder Reparaturen zu bezahlen.

Der iranische Geschäftsmann Ali Ansari steht auf mehreren Sanktionslisten.Vergrößern des Bildes
Der iranische Geschäftsmann Ali Ansari steht auf mehreren Sanktionslisten. (Quelle: Rouzbeh Fouladi via www.imago-images.de)

Dass die Situation des Traditionshauses durchaus dramatisch ist, bestätigt der Insolvenzverwalter. „Wir haben Geld auf den Konten, wir haben einen Hotelbetrieb, den wir grundsätzlich fortführen wollen, und wir haben mehr als 140 Menschen, die hier arbeiten wollen. Aber wir können selbst notwendige laufende Ausgaben derzeit nicht rechtssicher bezahlen“, sagte Kühne der Boulevardzeitung.

Hotelinvestor soll Kontakte zum Regime in Iran haben

Die Beschäftigten inklusive der Auszubildenden bangen nun um ihre Jobs. Kühne warnt: Wenn kurzfristig keine Freigaben und Rechtssicherheit kämen, drohe aus dem eingeschränkten Betrieb eine komplette Stilllegung.

Der Iraner Ansari steht im Zentrum eines internationalen Firmen- und Immobiliennetzwerks, er soll überdies gute Kontakte zu den islamistischen Revolutionsgarden in Teheran unterhalten. Die EU wirft ihm vor, Vermögenswerte für führende Vertreter des iranischen Regimes verwaltet und das Regime wirtschaftlich unterstützt zu haben.

Auch die USA und Großbritannien verhängten Sanktionen. Die Hotelkette Hilton zog inzwischen ebenfalls Konsequenzen: Nach US-Sanktionen gegen Ansari bereitete der Konzern im Juli die Kündigung des Managementvertrags für Gravenbruch vor. US-Behörden hätten Hilton nur noch bis August Zeit gegeben, Geschäfte mit den betroffenen Eigentümern zu beenden.

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