„Nicht ganz fair“
DFB-Stürmer Woltemade fühlt sich ungerecht beurteilt
10.06.2026 – 18:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Nick Woltemade hält die Kritik an seiner Torflaute bei Newcastle United für ungerechnet. Ein Mentaltrainer soll ihm helfen, die schwierige Phase zu verarbeiten.
In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ hat sich Newcastle-Stürmer Nick Woltemade zu seiner schwachen zweiten Saisonhälfte in der Premier League geäußert. Nach vier Toren in den ersten fünf Spielen traf der 24-Jährige bis Saisonende nur noch einmal. Weil er zeitweise auf anderen Positionen eingesetzt wurde, fühlt er sich als reiner Stürmer bewertet, ungerecht behandelt.
Woltemade sagte: „Die Wucht der Kritik und die damit verbundene Unruhe um meine Person haben mich schon überrascht.“ Fragen zu seiner Torflaute hält er für „falsch“ und „nicht ganz fair“: „Bei Newcastle war es so, dass ich auf anderen Positionen ausgeholfen habe, sogar als defensiver Mittelfeldspieler. Trotzdem bin ich von manchen Experten weiterhin als Stürmer beurteilt worden.“
Um mit der Situation umzugehen, arbeitet der Angreifer mit einem Mentaltrainer zusammen. Den kennt er noch aus seiner Zeit beim damaligen Drittligisten SV Elversberg. Woltemade: „Wir telefonieren alle zwei oder drei Wochen miteinander, manchmal besucht er mich.“
Im Nationalteam fühlt sich der Stürmer trotz seiner Reservistenrolle wohl. Woltemade sagte: „Ich bin zwar einer der Jüngeren, aber alle wissen, was sie an mir haben. Mit meinen Toren habe ich geholfen, dass wir uns für die WM qualifiziert haben. Ich bin ein geschätztes Familienmitglied.“ Und weiter: „Da glauben die Leute an mich, da fühle ich mich verstanden.“ In den WM-Vorbereitungsspielen wurde er beim 4:0 gegen Finnland eingewechselt – beim 2:1 gegen die USA blieb er ohne Einsatz.
