Die Sommeransage des Bundestrainers, jede Spielerin könne wichtig werden, hat sich bewahrheitet. Die 22-jährige Carlotta Wamser und die 21-jährige Franziska Kett mussten bei der EM spontan für verletzte Teamkolleginnen einspringen – und erfüllten ihre Aufgaben derart stark, dass sie seither nicht mehr aus dem Team wegzudenken sind. Camilla Küver, 22, und Shekiera Martinez, 24, feierten ihr Debüt erst in den vergangenen K.-o.-Spielen und überzeugten ebenfalls. Wück hat ein flexibles Team geformt, das mehr Variabilität besitzt als frühere hochkarätig besetzte Kader um langjährige Leistungsträgerinnen wie Alexandra Popp und Marina Hegering.
Trotz der Enttäuschung über das verlorene Finale muss der Blick jetzt daher nach vorn gehen. Die Chancenverwertung bleibt eine Baustelle, ebenso die Frage, ob Deutschland über 90 Minuten gegen ein Weltklasse-Team wie Spanien bestehen kann. Aber die Richtung stimmt. Wück und seine Elf sind im Plan. Da kann Großes entstehen.
Deutschland hat zuletzt wieder an die Weltspitze angeklopft. Wenn die Entwicklung so weitergeht, wird dieses Team schon bald nicht mehr nur anklopfen, sondern die Tür weit aufstoßen.












