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Politik

Deutschland schneidet schlechter ab als je zuvor

wochentlich.deBy wochentlich.de8 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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„Historisch niedrige Kompetenzstände“

Pisa: Deutschland schneidet schlechter ab als je zuvor

Aktualisiert am 08.09.2026 – 10:06 UhrLesedauer: 4 Min.

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Karin Prien: Die Bildungsministerin zeigt sich von den Ergebnissen nicht überrascht. (Quelle: Annegret Hilse/reuters)

Rund 6.700 Schülerinnen und Schüler wurden im vergangenen Jahr auf Kompetenzen wie Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften getestet. Die Werte sind ernüchternd.

In der neuen Pisa-Bildungsstudie schneiden Schülerinnen und Schüler in Deutschland so schlecht ab wie nie zuvor. In Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften wurden bei den hier getesteten 15-Jährigen „die niedrigsten Kompetenzwerte seit Beginn der Pisa-Erhebungen erzielt“, heißt es in der internationalen Vergleichsstudie. Die Ergebnisse liegen somit auch niedriger als bei der ersten Pisa-Studie im Jahr 2000.

Damals hatten die schwachen Werte in Deutschland eine intensive Debatte und Bildungsreformen ausgelöst – der sogenannte Pisa-Schock. „Ich möchte nicht bewerten, ob wir jetzt vom nächsten Pisa-Schock sprechen müssten“, sagte Studienleiter Samuel Greiff von der Technischen Universität München der Deutschen Presse-Agentur. „Aber ich kann sagen, dass wir bei Pisa 2025 historisch niedrige Kompetenzstände sehen.“

  • Tagesanbruch: Neue PISA-Studie entlarvt gewaltiges Problem

Als Gründe gelten eine veränderte Schülerschaft und schwierige Lernvoraussetzungen unter anderem auch durch Social Media und den Aufschwung von Künstlicher Intelligenz. Als wichtigste Rezepte zur Besserung nennt Greiff frühkindliche Bildung und eine datengestützte Entwicklung des Unterrichts.

Bildungsministerin Karin Prien sieht die Schulen in Deutschland vor erheblichen Herausforderungen. „Die Schülerschaft hat sich verändert, keineswegs nur durch Zuwanderung, sondern auch durch Erziehungsmethoden, durch die Art und Weise, wie Familien leben, die Anzahl der Alleinerziehenden, den Einfluss von Bildschirmzeiten und durch Social Media“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Immer mehr ohne Basiskompetenzen

2025 fehlten einem Viertel der rund 6.700 in Deutschland getesteten Jugendlichen Basiskompetenzen in Naturwissenschaften. In Lesen und Mathematik galt das laut Pisa sogar für ein Drittel der Schülerinnen und Schüler. Zugleich sank laut Studie der Anteil der Jugendlichen mit besonders hohen Kompetenzen und liegt in allen drei Gebieten nun bei weniger als zehn Prozent. „Wir haben eine immer größer werdende Gruppe von Jugendlichen, die mit sehr grundlegenden Anforderungen große Probleme haben“, sagte Greiff.

Insgesamt erreichten die in Deutschland getesteten Schüler in Naturwissenschaften im Durchschnitt 486 Punkte, im Lesen 465 Punkte und in Mathematik 464 Punkte. 2022 waren es 492 in Naturwissenschaften, 480 im Lesen und 475 in Mathematik.

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Deutschland ist Durchschnitt

Selbst mit den gesunkenen Punktzahlen liegt Deutschland etwa im Durchschnitt aller teilnehmenden Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die in der Pisa-Studie traditionell verglichen werden. Auch in anderen OECD-Staaten zeige sich ein Negativtrend, allerdings falle der in Deutschland besonders deutlich aus, erklären die Studienmacher.

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