Erste Medaille seit 26 Jahren
Deutschland feiert historischen Schacherfolg
27.09.2026 – 20:04 UhrLesedauer: 1 Min.
Die deutsche Schach-Nationalmannschaft gewinnt bei der Olympiade in Samarkand eine Medaille – erstmals seit einem Vierteljahrhundert. Die Entscheidung fiel in der letzten Runde.
26 Jahre nach der letzten Medaille hat die deutsche Schach-Nationalmannschaft bei der Olympiade im usbekischen Samarkand Bronze gewonnen. In der entscheidenden letzten Runde setzte sich das Team um Vincent Keymer mit 2,5:1,5 gegen die Niederlande durch und behauptete damit Rang drei hinter Gastgeber Usbekistan und Indien.
Matthias Blübaum gewann seine Partie gegen Jorden van Foreest. Keymer sowie die Brüder Frederik und Rasmus Svane spielten jeweils Remis. Frederik Svane sicherte im letzten Duell mit seinem Ergebnis die Medaille.
2000 holte das deutsche Team Silber
Bei chess.com beschrieb Svane seine Lage: „Wenn ich verliere, wäre alles vorbei gewesen. Deshalb stand ich sehr unter Druck und bin sehr happy, dass ich das Remis geschafft habe. Ich kann es gar nicht fassen.“ Keines seiner elf Turnierspiele hatte er verloren.
Das deutsche Team war als Außenseiter angetreten. Zuletzt hatte Deutschland im Jahr 2000 in Istanbul Silber in der offenen Klasse gewonnen – damals gehörte unter anderem Großmeister Robert Hübner zur Mannschaft.