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Finanzen

Deutsches Bier in der Krise? Diese Zahlen bereiten Sorgen

wochentlich.deBy wochentlich.de27 April 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Deutsches Bier in der Krise? Diese Zahlen bereiten Sorgen
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Ausland trinkt weniger

Deutsches Bier in der Krise? Diese Zahlen bereiten Sorgen


27.04.2026 – 04:29 UhrLesedauer: 2 Min.

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Zwei Helle im Biergarten (Symbolfoto): Selbst bayerische Brauer müssen nun schlechte Absatzzahlen quittieren. (Quelle: via www.imago-images.de/imago)

Deutsches Bier ist nach wie vor beliebt – auch im Ausland. Doch neueste zahlen dürften die deutschen Brauerei aufschrecken. Sogar in Bayern geht der Absatz zurück.

Bayerisches Bier zählt zu den beliebtesten und bekanntesten Hopfengetränken weltweit. Schon wegen des Oktoberfests hat sich der Gerstensaft aus dem Süden Deutschlands über die Jahre einen guten Ruf erarbeitet.

Daher haben bayerische Brauereien auch im Jahr 2025 den höchsten Bierabsatz aller Bundesländer erzielt – zum zwölften Mal in Folge. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilte, verkauften die Brauereien im Freistaat insgesamt 22,5 Millionen Hektoliter Bier – das entspricht knapp 29 Prozent des gesamten deutschen Bierabsatzes. Damit liegen die Bayern klar vor Nordrhein-Westfalen, das auf 20 Millionen Hektoliter kommt.

Dennoch dürften die jüngsten Absatzzahlen den süddeutschen Brauern die Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Denn im Vergleich zum Vorjahr sank der Gesamtabsatz des alkoholischen Getränks um 5,4 Prozent. Besonders stark brach dabei das Exportgeschäft ein – in Drittländer wurde sogar 18 Prozent weniger Bier verkauft. Die Exportquote lag 2025 nur noch bei knapp 24 Prozent. Ins Ausland wurde im Vorjahresvergleich um 8,4 Prozent weniger Gerstensaft verkauft.

Als Gründe für den Rückgang nennen die Brauer insbesondere die demografische Entwicklung, das Älterwerden der Gesellschaft und die veränderten Trinkgewohnheiten unter Jüngeren. Während ältere Menschen ohnehin seltener Alkohol konsumieren, greifen viele Jüngere inzwischen auf nicht-alkoholische Getränke zurück. Das veränderte Trinkverhalten geht auf einen Wandel des Lebensstils zurück, hin zu gesünderer Ernährung und moderatem Alkoholkonsum.

Das macht sich auch an der Zahl der Braustätten bemerkbar, diese ging leicht zurück: 588 Brauereien waren im Freistaat aktiv, 13 weniger als im Vorjahr. Dennoch hat Bayern seinen Anteil an allen deutschen Braustätten auf gut 41 Prozent ausgebaut. Bundesweit geht die Zahl der Brauerein dagegen zurück. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bund warnt: „Immer mehr Familienbetriebe müssen aufgeben, teils nach mehreren Jahrhunderten ihre Türen schließen“, sagte Holger Eichele der „Bild“. Die Gründe dafür sind vielfältig, neben den veränderten Trinkgewohnheiten der Bevölkerung sind dies auch die immer höheren Produktionskosten und die allgemeine Krise der Gastronomie.

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