Neuer Job für Ex-DFB-Star
Trainer erklärt umstrittene Boateng-Verpflichtung
02.11.2026 – 15:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Thomas Reis holte Jérôme Boateng als Co-Trainer in sein Team. Nun erklärt der ehemalige Schalke-Coach, was er sich von ihm erhofft.
Trabzonspor-Trainer Thomas Reis hat auf LinkedIn öffentlich erklärt, warum er Jérôme Boateng als Co-Trainer verpflichtet hat. Der Weltmeister von 2014 ist seit Oktober Teil des Trainerteams. Er soll im Klub laut Reis seine Erfahrung gezielt an die Abwehrspieler des türkischen Erstligisten weitergeben. In seinem Beitrag beschreibt der ehemalige Trainer von Schalke 04 und dem VfL Bochum, wie die Zusammenarbeit genau aussieht.
Boateng analysiere Spiele aus Abwehrsicht und arbeite im Training direkt mit den Defensivspielern – etwa beim Verschieben der Kette oder dem Rausschieben. Reis schreibt: „Wenn er etwas zu den Jungs sagt, hat das eine Wertigkeit. Weil er weiß, wovon er spricht.“ Zu den Vorwürfen gegen den 38-Jährigen schweigt Reis.
Bayern-Praktikum abgesagt
Boateng hatte seine Profikarriere im September 2025 beendet. Zuletzt war er beim Linzer ASK aktiv, sein Vertrag dort wurde aufgelöst. In Deutschland blieb ihm der Einstieg ins Trainergeschäft verwehrt: Der FC Bayern sagte ein geplantes Praktikum im Trainerteam von Vincent Kompany nach massiven Protesten ab.
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Hintergrund ist eine Verurteilung wegen Körperverletzung gegenüber einer früheren Partnerin. Diese und weitere Verfehlungen haben dem Ruf des ehemaligen Fußballstars massiv geschadet. Einen Überblick liefert dieser Artikel aus dem Jahr 2024.
Boateng: „Es bedeutet mir sehr viel“
Bereits im Oktober hatte sich Boateng auf Instagram zu seinem neuen Job geäußert. „Ich bin sehr stolz und glücklich, Teil des Trainerteams zu sein. Es bedeutet mir sehr viel, jeden Tag von Thomas Reis und seinem Team zu lernen“, schrieb er auf Türkisch. Neben Willkommensgrüßen finden sich in den Kommentaren unter dem Beitrag auch kritische Stimmen. So schrieb eine Nutzerin: „Dass er immer noch einen Job findet, ist unfassbar“.
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Die Idee zur Verpflichtung Boatengs entstand laut dem 53-jährigen Reis aus einer internen Analyse. „Ich kannte ihn vorher nicht persönlich. Wir haben im Verein analysiert, in welchem Bereich Entwicklungsmöglichkeiten bestehen. Dadurch ist die Idee entstanden“, schreibt er. Anschließend habe er Boateng angerufen und ihm seine Vorstellung erklärt. Reis fasst zusammen: „Mir geht es um das Sportliche. Darum, gute Leute um mich zu haben. Er soll hier keine Hütchen aufstellen. Er soll uns besser machen.“
