Camping in Urlaubsland

Nach Erdrutsch auf Bali: Deutscher Tourist vermisst


05.11.2026 – 15:46 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Kaffeefarm im Dorf Pelaga auf Bali (Symbolbild): Unweit des Ortes suchen Helfer nach Vermissten. (Quelle: IMAGO/Komar/imago)

Touristen wollen in der Natur zelten. Dann werden sie von einem Unwetter überrascht.

Nach einem Erdrutsch auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali wird ein 56-jähriger Deutscher vermisst. Auch von einem 27-jährigen Indonesier fehlt jede Spur. Die beiden hielten sich in einer sogenannten Glampinganlage auf – einem Campingplatz mit luxuriös ausgestatteten Zelten. Von den insgesamt 23 Urlaubern konnten sich 21 in Sicherheit bringen.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Antara hatten starke Regenfälle am späten Sonntagabend (1. November) einen Erdrutsch im Pelaga Eco Park ausgelöst. Gegen 23 Uhr erfassten die Erdmassen mehrere Zelte an einem Hang. Vier der insgesamt 25 Zelte wurden beschädigt, eines vom angrenzenden Fluss Tukad Yeh Kilap mitgerissen. Laut „Bali Times“ hatten sich die beiden Vermissten ein Zelt geteilt.

  • Alpen: 27-Jähriger erlebt „Wunder“

In den vergangenen Tagen hatten verschiedene Teams die Stelle des Erdrutschs, die umliegenden Trümmer und Abschnitte des nahe gelegenen Flusses abgesucht. Nach Angaben der Behörden waren an der Aktion Polizisten, Einsatzkräfte der regionalen Katastrophenschutzbehörde sowie Polizeihundestaffeln und medizinische Unterstützungsteams beteiligt. Der Park hat eine Größe von etwa vier Hektar.

Suche hält weiter an

Laut „IDN Times“ hält die Suche auch am Donnerstag weiter an. Etwa die Hälfte des Gebietes des Erdrutsches sei bereits durchkämmt worden. Die Suche wurde demnach fortgesetzt, indem der Fluss vom Staudamm flussabwärts bis zum Ende abgesucht wurde. Auch am dritten Abschnitt, vom Staudamm bis zum Ort des Erdrutsches, wurde nichts gefunden.

Der Plan, Bagger zur Schlammräumung einzusetzen, musste abgebrochen werden. Das schwere Gerät konnte nicht bis zur Stelle des Erdrutsches vordringen. Am Freitag sollen die Schlammräumarbeiten stattdessen händisch fortgeführt werden.

Bei dem schweren Unwetter war es in dem Park zeitweise zu Niederschlägen von 121 Millimetern gekommen. Der Katastrophenschutzbehörde von Bali zufolge war die gesamte Insel betroffen. Demnach gab es an 64 verschiedenen Orten Erdrutsche, umgestürzte Bäume oder eingestürzte Straßen.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version