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Deutsche Springreiter sichern sich vorzeitig Gold

wochentlich.deBy wochentlich.de22 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Nach 16 Jahren

Deutsche Springreiter sichern sich WM-Titel

Aktualisiert am 21.08.2026 – 22:04 UhrLesedauer: 3 Min.

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Marcus Ehning winkt: Vor Heim-Publikum durften die deutschen Springreiter jubeln. (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa)

Die deutschen Springreiter gestalten die Weltmeisterschaften souverän. Vorzeitig sichern sie sich den Titel.

Schon nach dem dritten Paar begann die Gold-Feier. Die deutschen Springreiter sicherten sich bei den Weltmeisterschaften in Aachen souverän den Titel. Das Team von Bundestrainer Otto Becker durfte Platz eins schon eine knappe Stunde vor dem Ende der letzten Teilprüfung feiern.

Als Daniel Deußer im Sattel von Otello seine dritte Runde bei dieser WM beendet hatte, gab es kein Halten. Die meisten der 40.000 Zuschauer im größten Reitstadion der Welt waren bis zum letzten Sprung mucksmäuschenstill und feierten enthusiastisch den Heimsieg unter Flutlicht. Deußers Teamkameraden und Bundestrainer Becker beglückwünschten den in Belgien lebenden Profi, als er aus dem Parcours kam.

Schlussritt ohne Belang

Der Ritt von Schlussreiter Richard Vogel und United Touch war für die Mannschaftswertung ohne Belang, denn es zählten auch in der letzten von drei Teilprüfungen über drei Tage die drei besten Ergebnisse jeder Mannschaft – und so war nach Deußers Ritt schon alles klar.

Neben Deußer und Vogel gehören Sophie Hinners und Marcus Ehning zum Quartett, das für das erste deutsche Team-Gold seit 2010 in Lexington Kentucky sorgte. Auch damals gehörte Ehning schon zur Sieger-Mannschaft, Becker war der Coach. Es ist das vierte Team-Gold für Deutschland in der WM-Geschichte.

Das deutsche Team war am Freitagabend als führende Mannschaft in den Parcours geritten. Am Mittwoch und Donnerstag gelangen bei insgesamt acht Ritten sieben fehlerfreie Runden. Mit minimalem Vorsprung vor der US-Mannschaft startete der Abend.

„Ich bin fasziniert“

Als erster Reiter des Gastgeber-Teams blieb Marcus Ehning auch in seiner dritten WM-Prüfung ohne Fehler. Der 52-Jährige ritt mit seinem Coolio eine souveräne Runde und ließ den sehr schweren Parcours leicht aussehen. Elegant überwand das Paar die 14 Hindernisse. „Also ich bin fasziniert von meinem Pferd, wie es diese drei Tage hier abgeliefert hat“, schwärmte der dreimalige Sieger des Großen Preises von Aachen im WDR-Interview: „Das ist wirklich unglaublich.“

Ohne Abwurf ritt auch Sophie Hinners mit Singclair. Aber die WM-Debütantin war einen Tick zu langsam, überschritt die erlaubte Zeit für den 580 Meter langen Parcours von 87 Sekunden und kassierte dafür einen Strafpunkt. „Singclair sprang wieder fantastisch, das ist ein ganz gigantisches Gefühl“, kommentierte die 28-Jährige und lobte den Wallach, der erneut mühelos über die Hindernisse flog. „Das ist eine abnormale Stimmung da draußen.“

Nach der Vorlage von Ehning und Hinners mit ihren starken Runden für Deutschland blieb Deußer mit Otello ebenfalls fehlerfrei. Der 45 Jahre alte Profi zeigte erneut eine souveräne Vorstellung. Nach seiner Runde entlud sich die Freude bei Publikum und Mannschaft.

„Das Warten ist zäh“

Das deutsche Quartett hielt dem Druck stand, der über den Tag gewachsen war. „Das Warten ist zäh“, sagte Bundestrainer Becker. „Das ist auch anders als auf anderen Turnieren, bei denen die Reiter oft vier, fünf Pferde dabei haben und über den ganzen Tag beschäftigt sind.“ Es seien bei der WM „sowieso lange Tage, das haben wir auch im Vorfeld angesprochen. Das wussten die Reiter.“ Am Nachmittag vor der Entscheidung gaben Becker und Ehning noch Autogramme am Stand des Verbandes.

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