1,4 Billionen Euro

Gold: Was die Deutschen über ihr Vermögen nicht wissen


Aktualisiert am 02.09.2026 – 14:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Goldmünzen: Das Goldvermögen der Deutschen hat ein Rekordhoch erreicht. (Quelle: Manakin)

Die Deutschen besitzen so viel Gold wie nie zuvor. Doch eine wichtige Regel kennen viele Anlegerinnen und Anleger nicht.

Das Goldvermögen der Deutschen einschließlich der Goldreserven der Bundesbank hat einen neuen Rekordwert erreicht: 1,4 Billionen Euro. Allein das Goldvermögen zu Anlagezwecken beläuft sich auf 907 Milliarden Euro und entspricht einem Plus von 540 Milliarden Euro seit der vorangegangenen Erhebung im Jahr 2024. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Reisebank.

Der Grund für den Anstieg liegt im stark gestiegenen Goldpreis. Seit Januar 2024 ist der Kurs bis zu seinem Hoch im März 2026 um rund 140 Prozent nach oben geklettert. Doch trotz der Euphorie zeigt die Studie auch: Die Deutschen wissen viel über das Edelmetall – doch eine entscheidende Sache ist vielen nicht bekannt.

1,4 Billionen Euro in Gold: Ein Rekordwert

Die Studie „Goldinvestments 2026“ des Research Centers for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin im Auftrag der Reisebank AG zeigt, dass sich das Goldvermögen deutscher Privathaushalte in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt hat. Dazu zählen physisches Gold wie Barren und Münzen, goldbezogene Wertpapiere und Schmuck.

Ein entscheidender Faktor ist der LBMA-Goldpreis, der im März 2026 mit 4.457,35 Euro je Feinunze ein Allzeithoch erreichte. Insgesamt besitzen deutsche Privathaushalte 9.173 Tonnen Gold – fast dreimal so viel wie die Deutsche Bundesbank. Um das greifbarer zu machen: Diese Menge entspricht dem Gewicht von rund 6.000 Autos oder 216 Airbus A320.

LBMA-Goldpreis

Der LBMA-Goldpreis ist der weltweit wichtigste und anerkannte Richtwert (Benchmark) für den Handel mit physischem Gold. Er wird in London ermittelt und setzt den globalen Standardpreis für Zentralbanken, Minenbetreiber, Edelmetallhändler und die Schmuckindustrie.

Zufriedene Anlegerinnen und Anleger

Kein Wunder also, dass 92 Prozent der Goldbesitzerinnen und -besitzer mit ihrer Anlage zufrieden sind. Laut der Studie besitzt mehr als die Hälfte der Deutschen (55 Prozent) Gold.

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Die Hauptmotive für den Goldkauf sind klar: 39 Prozent der Befragten sehen Gold als langfristige Kapitalanlage und Wertspeicher, während 32 Prozent es gezielt als Schutz vor Inflation nutzen. Damit bleibt Gold für viele ein Symbol der Sicherheit, auch wenn der Inflationsschutz als Kaufgrund leicht an Bedeutung verloren hat.

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