Hohe Nachfrage

Deutsche Bahn verlängert Ticket-Rabattaktion


14.09.2026 – 05:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Zug fährt ein: Bis Ende des Jahres gibt es rabattierte Last-Minute-Tickets bei der Deutschen Bahn. (Quelle: IMAGO/Chris Emil Janssen/imago)

Millionen Reisende haben im Sommer die Aktionsangebote der Deutschen Bahn genutzt. Zwei davon bleiben nun länger erhalten – für Fahrgäste kann sich das besonders bei kurzfristigen Reisen lohnen.

Die Deutsche Bahn zieht aus der Nachfrage nach ihren Sommerangeboten Konsequenzen. Zwei Rabattaktionen, die eigentlich nur vorübergehend gelten sollten, laufen nun bis Dezember weiter: die Last-Minute-Sparpreise und die kostenlose Jugend BahnCard.

Die Last-Minute-Sparpreise können jeweils samstags und sonntags für Fahrten in der folgenden Woche gebucht werden. Die günstigsten Fahrkarten kosten 6,99 Euro, mögliche BahnCard-Rabatte kommen hinzu. Allerdings gibt es die Tickets nur in Zügen, in denen noch ausreichend Plätze frei sind. Außerhalb der Hauptreisezeiten seien laut Bahn die Chancen auf günstige Fahrkarten entsprechend größer.

Die kostenlose Jugend BahnCard richtet sich an junge Menschen bis 18 Jahre. Nach Angaben der Bahn wurden bislang mehr als 200.000 Exemplare ausgegeben.

DB-Vorstand Michael Peterson verweist auf die Nachfrage nach den Aktionen: „Mehr als 800.000 Menschen waren mit dem Familienticket unterwegs. Das Last-Minute-Ticket hat die Marke von einer Million Reisenden geknackt.“ Im Sommer waren nach Angaben der Bahn insgesamt mehr als 25 Millionen Menschen im Fernverkehr unterwegs. Peterson: „Diesen Kurs behalten wir bei.“

Pünktlichkeit bleibt schwach

Verspätungen: Das Problem treibt die Bahn den gesamten Sommer um. (Quelle: IMAGO/Friedrich Stark/imago)

Die Nachfrage nach günstigen Tickets trifft allerdings auf weiterhin große Probleme im Bahnbetrieb. Im August kamen lediglich 54,2 Prozent der Fernzüge ohne größere Verzögerung ans Ziel. In den beiden Vormonaten hatte die betriebliche Pünktlichkeit jeweils bei 52,6 Prozent gelegen. Als unpünktlich gilt ein Zug in dieser Statistik ab einer Verspätung von sechs Minuten. Zugausfälle werden dabei nicht berücksichtigt.

Die sogenannte Reisendenpünktlichkeit lag im August bei 56,6 Prozent. Sie misst, wie viele Fahrgäste ihr Ziel mit höchstens 14 Minuten und 59 Sekunden Verspätung erreichen. Auch dieser Wert blieb unter den eigenen Ansprüchen der Bahn. Als Gründe nannte der Konzern unter anderem hohe Temperaturen, Störungen an Anlagen, zahlreiche Langsamfahrstellen und umfangreiche Bauarbeiten. Bahnchefin Evelyn Palla hatte für das laufende Jahr eine betriebliche Pünktlichkeit von mindestens 60 Prozent als Ziel ausgegeben.

Gleichzeitig investiert die Bahn verstärkt in Sauberkeit an Bahnhöfen und in Zügen, in die Sicherheit und die IT-Infrastruktur, um Kunden besser zu informieren.

Weniger Generalsanierungen pro Jahr geplant

Evelyn Palla: Die Bahnchefin hat angekündigt, dass die Generalsanierungen der Bahn länger dauern werden als zuletzt angenommen. (Archivbild) (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa-bilder)

Zugleich will der Konzern das Konzept für die Sanierung wichtiger Strecken überarbeiten. Statt mit bis zu vier Generalsanierungen pro Jahr rechnet Palla künftig mit zwei, bei besonderen technischen Anforderungen auch mit drei.

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