Schlechte Bilanz hat Folgen

Weniger Besucher: Hannover Messe zieht Konsequenzen

24.04.2026 – 19:33 UhrLesedauer: 1 Min.

Hoher Besuch auf der Hannover Messe 2026: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, m.) aß Wurst mit Brasiliens Präsident Lula da Silva (r.). (Quelle: Guido Bergmann/Presse- und Informationsamt der Bundesregierung/dpa)

Die Hannover Messe verzeichnet 2026 deutlich weniger Besucher als vorher. Das hat Konsequenzen. Aus der Politik gibt es Kritik.

Nach einem spürbaren Rückgang der Besucherzahlen richtet sich die Hannover Messe neu aus. Künftig dauert die Veranstaltung nur noch vier statt fünf Tage. Das teilte die Deutsche Messe AG am letzten Ausstellungstag mit. „Die Hannover Messe entwickelt sich konsequent weiter – fokussierter, effizienter und näher an der Industrie“, sagte Messe-Chef Jochen Köckler.

Die Messe konzentriert sich künftig auf die vier besucherstärksten Tage von Montag bis Donnerstag. Das sei ein folgerichtiger Schritt, erklärte Benedikt Hüppe, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen.

In diesem Jahr kamen rund 110.000 Besucher auf das Gelände – 13.000 weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der Aussteller sank deutlich, um etwa ein Viertel. „Die diesjährige Hannover Messe war kein Aufbruchssignal, sondern ein Stresstest – und dieser fällt ernüchternd aus“, sagte der AfD-Landtagsabgeordnete Omid Najafi. Nicht einmal die Hälfte der Messehallen sei belegt gewesen. „Das ist nicht Verdichtung, das ist Rückbau.“

Die Messeführung führt den Rückgang unter anderem auf Warnstreiks im Flug- und Nahverkehr zurück, die die Anreise erschwert hätten. Etwa 40 Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland. Inhaltlich standen Themen wie Künstliche Intelligenz, Automatisierung und Robotik im Fokus, erstmals spielte auch die Rüstungsindustrie eine Rolle.

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