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You are at:Home»Gesundheit»Deshalb kommt es oft zu Mehrfachdiagnosen
Gesundheit

Deshalb kommt es oft zu Mehrfachdiagnosen

wochentlich.deBy wochentlich.de22 Januar 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Deshalb kommt es oft zu Mehrfachdiagnosen
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Laut US-Studie

Weshalb zu einer psychischen Erkrankung oft eine weitere kommt


22.01.2026 – 08:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Genetische Analyse (Symbolbild): Die Erbinformationen bestimmter psychischer Erkrankungen ähneln sich. (Quelle: Cavan Images/getty-images-bilder)

Wer eine psychische Erkrankung hat, erhält im Laufe des Lebens oft noch eine zweite oder dritte Diagnose. Eine Studie deckt mögliche Gründe auf.

Menschen, bei denen eine psychische Erkrankung festgestellt wurde, entwickeln nicht selten in den darauffolgenden Jahren Symptome einer weiteren. Das kann die genaue Diagnose und auch die Behandlung erschweren.

Das Risiko für psychische Erkrankungen wird zwar auch durch Lebenserfahrungen und andere Faktoren beeinflusst. Wie eine kürzlich in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichte Studie nun aber zeigt, könnten genetische Faktoren eine stärkere Rolle dabei spielen, warum es so häufig zu einander überlappenden Erkrankungen kommt.

Um die genetischen Einflüsse aufzudecken, analysierte das von Kenneth Kendler und Jordan Smoller geleitete Forschungsteam Daten von mehr als sechs Millionen Menschen in Hinblick auf 14 psychische Erkrankungen: eine Million davon mit psychischen Erkrankungen, die sich im Kindes- oder Erwachsenenalter zeigten und fünf Millionen davon ohne bekannte Diagnose. Die Auswertung ließ darauf schließen, dass es fünf große Gruppen gibt, die genetische Ähnlichkeiten aufweisen:

Die Forscher stellten darüber hinaus fest, dass Erkrankungen mit einem gemeinsamen genetischen Risiko häufig ähnliche biologische Muster aufweisen, etwa wann die gemeinsamen Gene während der Entwicklung des Gehirns wirken und welche Arten von Gehirnzellen betroffen waren. Viele dieser Gene greifen bereits sehr früh, noch vor der Geburt, in grundlegende Prozesse ein. Zudem ließen sich verschiedene Typen von Gehirnzellen identifizieren, die jeweils spezifisch das Risiko für bestimmte Gruppen von Erkrankungen erhöhen.

So waren etwa Gene, die in Oligodendrozyten exprimiert (also abgelesen und in Proteine oder mRNA übersetzt) wurden, bei Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen stärker ausgeprägt. Oligodendrozyten sind spezielle Gehirnzellen. Sie sorgen dafür, dass Nervensignale schnell weitergeleitet werden, und ermöglichen gewissermaßen schnelles Denken. Hingegen waren Gene, die in sogenannten exzitatorischen Neuronen exprimiert wurden, vor allem bei Schizophrenie und bipolaren Störungen dominanter. Diese Nervenzellen aktivieren andere Nervenzellen und erregen und verstärken Signale.

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