Transport von Timmy in die Nordsee

Die Barge wird zur Blackbox


29.04.2026 – 13:04 UhrLesedauer: 3 Min.

Die Barge, in der Wal Timmy in die Nordsee tranportiert wird, von oben. (Quelle: Philip Dulian/dpa)

Der Wal Timmy wird durch die Ostsee geschleppt – doch niemand weiß, was an Bord der Barge geschieht. Dabei birgt der Transport in die Nordsee erhebliche Risiken.

Damit ist Wal Timmy der Freiheit so nah wie seit Wochen nicht mehr. Aber gerettet ist er noch lange nicht. Nach Expertenansicht bleibt es offen, ob der Wal den Transport überstehen wird und ob er in der Nordsee oder im Atlantik wieder in Freiheit leben kann. Wissenschaftler vermuten, dass er vor seiner Strandung wiederholt flaches Wasser aufgesucht hatte, weil er geschwächt war und sich ausruhen wollte.

Im Video | Jubelschreie und Tränen: So emotional war die Rettung von Timmy

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Quelle: t-online

Der Wal müsse in der Barge während des Transports wohl fixiert werden, hatte Ritter gemutmaßt. So könne verhindert werden, dass er sich während der Fahrt selbst verletzt, wenn er in Panik gerät. Bei einer Fixierung würden allerdings wohl Timmys Muskeln übersäuern – was für ein Losschwimmen im Meer schlecht wäre.

Nach Angaben des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns liegt der Buckelwal in dem Lastkahn auf einem Bett aus Sand. Das Tier sei so in der Barge nicht fixiert, sondern sei sein eigener Anker, sagte ein Sprecher von Minister Till Backhaus am Mittwochvormittag.

Wie viel Bewegungsfreiheit Timmy somit hat, ist aktuell jedoch nicht bekannt – wie alles, was auf der Barge vorgehen mag. Auf der Barge fährt kein Medienvertreter mit, auch kein Behördenvertreter begleitet offenbar den Transport an Bord. Die Öffentlichkeit ist damit vollständig auf die Auskünfte der privaten Rettungsinitiative angewiesen.

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