„König in Gelb“
So wird der erste „Tatort“ nach der Sommerpause
13.09.2026 – 14:43 UhrLesedauer: 3 Min.
Der „Tatort“ kehrt am 13. September aus der Sommerpause zurück – mit Maria Furtwängler als Charlotte Lindholm und einem außergewöhnlichen Fall.
Der Sonntagskrimi der ARD ist endlich zurück. Nach der ungewöhnlich langen Sommerpause – immerhin 19 Wochen – ermitteln nun vom 13. September an wieder die deutschsprachigen „Tatort“- und „Polizeiruf“-Kommissare. Den Anfang macht Maria Furtwängler als norddeutsche Ermittlerin Charlotte Lindholm. „Tatort: König in Gelb“ läuft am Sonntag, 20.15 Uhr, im Ersten.
In ihrem 33. Fall führt es die Kommissarin in den fiktiven niedersächsischen Ort Kleinhude, in ein sogenanntes Demenzdorf. Dort soll Menschen mit Demenz ein möglichst normales und selbstbestimmtes Alltagsleben ermöglicht werden. An diesem vermeintlich geschützten Ort stößt Lindholm auf einen rätselhaften Todesfall.
„König in Gelb“
Was zunächst wie ein Unfall aussieht, entwickelt sich schnell zu einem möglichen Mordfall. Ein Bewohner, Gustav König, gerät dabei ins Visier. Hauptkommissar Matthias Vogel behauptet, König habe über einen Zeitraum von 20 Jahren sieben Menschen ermordet.
Das Problem: Vogel ist selbst an Demenz erkrankt und vom Dienst beurlaubt. Lindholm muss deshalb herausfinden, wie ernst sie seine Hinweise nehmen kann. Sind Vogels Erinnerungen noch zuverlässig? Hat er tatsächlich etwas beobachtet oder setzt sich in seinem Kopf eine Geschichte zusammen, die so nie passiert ist? Je länger sie ermittelt, desto mehr beginnt auch sie, an ihrer eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.
Dass Lindholm dabei zunehmend ihre einfühlsame Seite zeigt, wirkt überzeugend und gibt dem „Tatort“ eine ungewohnt berührende Note. Gleichzeitig bleibt der Film spannend, weil bis zum Schluss offen ist, welchen Erinnerungen und Wahrnehmungen man überhaupt trauen kann.
„Das Reizvolle ist ja, dass alles, was Charlotte sonst so ausmacht oder eben Ermittler grundsätzlich und Ermittlerfiguren ausmacht, ist, schlauer zu sein als die anderen, schneller kombinieren zu können, dass ihr diese Grundlage weggenommen wird“, sagte Schauspielerin Maria Furtwängler der Deutschen Presse-Agentur. Das verunsichere die Hauptfigur. Normalerweise könne sich Lindholm auf ihre Beobachtungsgabe und ihre Fähigkeit verlassen, Zusammenhänge schneller zu erkennen als andere. Das verunsichere sie, führe aber zu einer großen Empathie, sagte Furtwängler.
Ein Kommissar mit Demenz
Gespielt wird Matthias Vogel von Andreas Lust. Für den Schauspieler war die Rolle eine besondere Herausforderung. „Es war in jedem Fall eine besondere Aufgabe und natürlich mit der Angst verbunden, ins Klischee zu gehen oder etwas zu erzeugen, was nicht der Realität entspricht“, sagte Lust.
