Hilmar Thate spielte Daniel Druskat in dem DDR-Fünfteiler (Quelle: dpa)
Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00
Jetzt neu bei t-online:
Schriftgröße anpassen!
Die Miniserie „Daniel Druskat“ lag wegen der Zensur mehr als ein Jahrzehnt auf Eis – und wurde zum Klassiker des DDR-Fernsehens.
Ausgerechnet die prominente Besetzung der Serie führte dazu, dass sich die Verantwortlichen lange gegen die Ausstrahlung der Serie entschieden. Dabei zeichnet „Daniel Druskat“ ein besonders authentisches Bild des ländlichen Lebens in der DDR.
Darum geht es in „Daniel Druskat“
Als der allseits beliebte Daniel Druskat verhaftet wird, herrscht zunächst Überraschung. Der Vorsitzende der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft ist in seinem Heimatdorf als engagierter Genosse bekannt. Seine jugendliche Tochter Anja versucht unterdessen die Wahrheit herauszufinden. Sie verdächtigt Max Stephan, den Vorsitzenden der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft des Nachbardorfes.
Zwischen Druskat und Stephan herrscht eine ebenso langjährige Feindschaft wie Freundschaft. Zuletzt wollte Druskat die beiden Genossenschaften vereinen, doch Stephan war dagegen. Die Meinungsverschiedenheit eskalierte zu einem öffentlichen Streit. Auch privat verbindet die Männer eine komplizierte Geschichte: Stephans Frau war einst Druskats Jugendliebe und empfindet immer noch etwas für ihn.
So sehenswert ist „Daniel Druskat“
Der Fünfteiler gehört zu den Klassikern der DDR-Produktionen. Die beiden Hauptrollen werden von den beiden Kult-Schauspielern Hilmar Thate (Druskat) und Manfred Krug (Stephan) verkörpert und auch der Regisseur Lothar Bellag war im DDR-Fernsehen kein Unbekannter.
Die Filmdatenbank IMDb bewertet die Serie heute mit 7,3 von 10 Sternen. Für Fans nostalgischer Dorfromantik sowie für Einblicke in das Landleben zu DDR-Zeiten ist „Daniel Druskat“ eine sehenswerte Miniserie. Sie ist bei Prime Video zum Kauf verfügbar oder kann alternativ auf DVD bei Amazon gekauft werden.
Keine Sendezeit aus politischen Gründen
1976 wurde die Serie erstmals im DDR-Fernsehen ausgestrahlt. Anders als viele der anderen DDR-Produktionen verschwand sie danach für Jahre aus dem Programm – aus politischen Gründen. Die Hauptdarsteller Manfred Krug und Hilmar Thate sowie Angelica Domröse, die ebenfalls am Film mitwirkte, verließen später die DDR und zogen ein Leben im Westen vor.
Für die Verantwortlichen der DDR war das Grund genug, die Schauspieler nicht mehr im Fernsehen zu zeigen und entsprechend auf die Ausstrahlung von „Daniel Druskat“ zu verzichten. 13 Jahre lang blieb die Serie unter Zensur, bevor sie 1989 wieder ausgestrahlt wurde.
Ein Stück Zeitgeschichte mit authentischer DDR-Szenerie
Während es im Nachgang viele Filme über die DDR gab, ist „Daniel Druskat“ ein filmischer Zeitzeuge. Gedreht wurde in einem Dorf an der Müritz, auf einem in Betrieb befindlichen Bauernhof und in den echten Gaststätten der umliegenden Dörfer. Die ländliche Szenerie des Films ist daher besonders authentisch.
Das gilt ebenfalls für die Handlung, die viele Teile der realen Begebenheiten in der DDR zeigt und dabei eine ungewöhnlich kritische Perspektive einnimmt.
Erfahren Sie mehr zu unseren Affiliate-Links
Wenn Sie über diese Links einkaufen, erhalten wir eine Provision, die unsere redaktionelle Arbeit unterstützt. Der Preis für Sie bleibt unverändert. Diese Affiliate-Links sind durch eingekennzeichnet.