Die Trauer um Franz Beckenbauer ist groß. Doch manche Begleiter des ehemaligen Fußball-Weltmeisters überraschte sein Tod nicht. Denn der „Kaiser“ war kaum noch zu sehen.
So fehlte er im Juli 2023 bei einem Wiedersehen der Weltmeister von 1990, an dem fast die komplette Mannschaft teilnahm. Seine Frau Heidi vertrat ihn, sagte laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung: „Franz kann aus gesundheitlichen Gründen leider nicht dabei sein. Es wäre einfach zu viel für ihn.“
Anders als bei dem WM-Treffen war es im Januar letzten Jahres. Beckenbauer lud traditionell zum Karpfenessen in einem Hotel in Kitzbühel (Österreich) ein. Er präsentierte sich mit Sohn Joel und Ehefrau Heidi.
Mehr als 100 Gäste waren geladen, darunter Freunde und Familie. Die langjährige Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch war beispielsweise mit Ehemann Marcus Höfl zu Gast.
„Mir geht es den Umständen entsprechend so weit gut. Wenn es so bleibt, bin ich zufrieden“, sagte er damals der „Bild“.
Mehrere Operationen in den vergangenen Jahren
Das war nach den vorherigen Jahren eine zum Teil überraschende Entwicklung. Denn zuvor musste Beckenbauer mehrfach operiert werden. 2016 erstmals am Herzen. Dem Magazin „Bunte“ verriet der „Kaiser“, dass sein Arzt bei der Voruntersuchung damals sagte: „Das hält das Herz nur noch ein halbes Jahr aus, dann bist du weg.“
Die Operation habe ihm zu dem Zeitpunkt das Leben gerettet. 2017 wurde er dann routinemäßig erneut am Herzen operiert. Ein Jahr später folgte ein weiterer Eingriff, Beckenbauer bekam eine künstliche Hüfte. 2019 erlitt er dann einen Augeninfarkt, wie er der „Bild“ bestätigte.
Trotz all dieser gesundheitlichen Schwierigkeiten konnte der „Kaiser“ noch einige Jahr am Leben bleiben, ehe er nun starb. Franz Beckenbauer hinterlässt eine Frau und vier Kinder.
