Darüber hinaus können Petechien auch bei vergrößerter Milz (Splenomegalie), bei Leukämie oder beim hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS, einer seltenen Erkrankung, die sich im Zusammenhang mit einer EHEC-Infektion zeigen kann) auftreten.
Petechien können zudem Gefäßerkrankungen als Ursache haben, etwa eine entzündliche Gefäßerkrankung (Vaskulitis) wie die Purpura Schönlein-Henoch oder Gefäßerkrankungen im Rahmen eines Diabetes mellitus.
Zu Petechien kann es auch bei der Autoimmunerkrankung Lupus erythematodes kommen, wenn sich im Verlauf der Erkrankung Gefäße entzünden.
Heftige Krafteinwirkungen auf die Haut, etwa durch einen Unfall, einen Sturz oder einen gewalttätigen Übergriff (mit Schlägen, Strangulationsversuchen), können ebenfalls Petechien hervorrufen.
Auch beim Ehlers-Danlos-Syndrom, einer seltenen, erblich bedingten Bindegewebserkrankung, können sich punktförmige Hauteinblutungen bilden.
Petechien sind oft kein Grund zur Sorge, können aber auch ein Hinweis auf Erkrankungen sein. Ob die punktförmigen Hauteinblutungen im Einzelfall bedenklich sind oder nicht, kann nur ein Arzt sicher feststellen. Daher ist es ratsam, die mögliche Ursache für Petechien ärztlich abklären zu lassen, wenn diese das erste Mal auftreten, die Anzahl plötzlich zunimmt oder sie nicht abheilen. Das gilt ebenso, wenn weitere Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder Erbrechen hinzukommen. Eine Blutuntersuchung kann zeigen, ob sich die Blutwerte verändert haben.
