Kompany überrascht
Neuer-Entscheidung bei Bayern gefallen
Aktualisiert am 12.10.2026 – 18:30 UhrLesedauer: 5 Min.

Manuel Neuers Patzer beim 2:2 in Augsburg hat eine Debatte entfacht. Nun deutet beim FC Bayern vieles auf eine Zeitenwende im Tor hin.
Spielt er oder spielt er nicht? Das war nach Manuel Neuers schlimmem Patzer am Samstag beim 2:2 des FC Bayern in Augsburg vor der Champions-League-Partie am Dienstagabend (21 Uhr im Liveticker bei t-online) bei Viking Stavanger die große Frage. Als Neuer selbst die am Samstag gestellt wurde, antwortete der 40-Jährige vielsagend: „Ich habe eine Vorahnung.“
Auch Sportvorstand Max Eberl ließ sich und den Bayern am Montagvormittag, bevor der Charterflieger aus dem sonnigen München Richtung Norwegen abhob, in der Neuer-Causa noch nicht mehr in die Karten schauen. „Ich denke, Vinnie (Chefcoach Vincent Kompany; Anm. d. Red.) hat sich seine Gedanken gemacht zusammen mit dem Trainerstab, deswegen möchte ich da gar nicht vorweggreifen“, sagte Eberl. Trotz Neuers Fauxpas beim nach nur 8,4 Sekunden schnellsten Gegentor der Bundesliga-Historie gebe es aber „gar keine Zweifel an Manu“, betonte der Bayern-Boss.
Bayern-Chefcoach Vincent Kompany beantwortete die Neuer-Frage bei seiner Abschlusspressekonferenz am Montagabend in Norwegen dann aber endgültig. „Sie werden das heute sehen“, sagte er vor dem direkt anschließenden Abschlusstraining, das für die internationalen Medien in der Champions League immer für die ersten 15 Minuten geöffnet ist. „Manu trainiert heute nicht, weil er etwas am Fuß gespürt hat. Die Entscheidung ist rein medizinisch“, so Kompany weiter. „Weil es offenes Training ist und Manu nicht da sein wird, ist die Frage schon beantwortet.“
Zu Neuers Verletzung erläuterte Kompany: „Er hat im Spiel gegen Augsburg etwas gespürt und es hat sich ein bisschen weiterentwickelt. Dann weißt du in diesem Moment nie, ob es zwei Tage dauert oder zwei Wochen.“ Er glaube nicht, dass die Blessur „so schlimm“ sei. „Aber natürlich, wenn er gestern und heute nicht trainiert, macht es keinen Sinn, dass wir da unnötig ins Risiko gehen. Ob er im Kader steht, das weiß ich nicht. Von Anfang an? Wahrscheinlich nicht. Dann schauen wir weiter.“
Neuers Fauxpas bringt Kompany in Zwickmühle
Dem Vernehmen nach war die Partie aber ohnehin eigentlich fest für Neuers Stellvertreter Jonas Urbig vorgesehen. Allein schon aufgrund der besonderen Umstände, die die Königsklassenpartie in Norwegen bietet, ergibt das auch nach wie vor Sinn. Der Kunstrasen, auf dem gespielt wird, dürfte für die Knie und Gelenke des 23-Jährigen im Vergleich schließlich das deutlich geringere Verletzungsrisiko mit sich bringen.