Quellen, kochen, dünsten
Reis kochen: Das richtige Verhältnis von Wasser zu Reis
Aktualisiert am 06.06.2026 – 15:37 UhrLesedauer: 5 Min.

Das Wasser-Reis-Verhältnis ist kein Bauchgefühl, sondern der Taktgeber im Topf. Wer Sorte und Garart abstimmt, verhindert Kleben, Überkochen und faden Geschmack.
Langkornreis können Sie quellen lassen, aber auch kochen. Risotto wiederum muss ganz anders zubereitet werden: Die Reiskörner werden gedünstet, bis sie glasig sind. Erst dann wird der Topf nach und nach mit Brühe aufgefüllt. Was ist beim Reiskochen noch zu beachten? Und welche Fehler wirken sich negativ auf den Geschmack aus?
Die häufigsten Fehler beim Reiskochen
Auch wenn es sich um ein scheinbar simples Gericht handelt, sollten Sie beim Kochen von Reis folgende Fehler vermeiden:
- Alle Reissorten auf dieselbe Weise zubereiten.
- Reis und Wasser nicht abmessen.
- Reis nicht waschen.
- Reis nicht einweichen.
- Reis falsch zubereiten.
- Reis umrühren.
All diese Punkte können dazu führen, dass der Reis nicht gelingt und deutlich an Geschmack verliert.
Reis und Wasser abmessen?
Anders als bei Nudeln sollten Sie sowohl den Reis als auch das Wasser abmessen. Allgemein gilt, dass Sie für eine Tasse Reis zwei Tassen Wasser benötigen. Allerdings kann es Abweichungen geben – zum Beispiel bei braunem Reis. Dieser benötigt häufig etwas mehr Wasser.
Wenn Sie mit einem Reiskocher arbeiten, sollten Sie den zugehörigen Messbecher verwenden, um die optimalen Mengen von beiden Bestandteilen zu erhalten.
Tipp
Einige Asiaten verwenden die Fingerkuppen-Methode, um die richtige Menge an Wasser zu erhalten. Dabei sollte im Topf etwa eine Fingerkuppenlänge Wasser über dem (polierten) Reis stehen. Das sind etwa 1,5 Zentimeter.
Reis waschen?
Vor dem Kochen sollten Sie die Reiskörner waschen. Das entfernt die überschüssige Stärke.
- Geben Sie den Reis in eine Schüssel mit kaltem Wasser.
- Rühren Sie mit der Hand oder einem Löffel den Reis leicht um, bis sich das Wasser trübt.
- Gießen Sie anschließend das Wasser ab und wiederholen Sie den Vorgang zwei- bis dreimal. Das Wasser sollte sich nicht mehr derart stark trüben.
- Lassen Sie den Reis gut abtropfen. Es sollte möglichst wenig Feuchtigkeit an den Körnern haften, bevor Sie ihn weiterverarbeiten.
Durch das Waschen verhindern Sie, dass der Reis später zusammenklebt und das Wasser im Topf später überkocht.
Reis einweichen?
Teilweise wird empfohlen, den Reis nach dem Waschen und vor dem Kochen einzuweichen. Das verkürzt zum einen die Garzeit, zum anderen soll es sich positiv auf das Aroma auswirken.
- Lassen Sie den Reis nach dem Waschen in einem Sieb gut abtropfen.
- Geben Sie die Körner in einen Topf und gießen Sie so viel frisches Wasser hinzu, bis der Reis vollständig bedeckt ist.
- Lassen Sie alles für etwa 30 Minuten ruhen.
