Rock im Park
Vom Olympiapark zum Großevent: Die wilde Geschichte des Kult-Festivals
Aktualisiert am 18.05.2026 – 21:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Rock im Park begeistert seit über 30 Jahren. Wie sich das Festival zum Großevent gemausert hat. Und was kaum bekannt ist: Wo dessen Wurzeln eigentlich liegen.
Seit Jahrzehnten pilgern Zehntausende Musikfans im Juni nach Nürnberg zu Rock im Park. 2025 gab es das große 30-jährige Jubiläum. Die Veranstaltung war damals und ist auch heute wieder ausverkauft. Das bedeutet: rund 80.000 Besucher.
Welche Information heute viele überraschen dürfte: wo die Wurzeln des Rockfestivals eigentlich liegen. Nämlich in München. 1995 wurde es im dortigen Olympiapark zum ersten Mal veranstaltet. Damals trat etwa Bon Jovi auf. Erst 1997 zog das Festival nach Nürnberg um. Heute gilt es als das größte innerstädtische Festival Europas und zieht jedes Jahr Zehntausende Musikliebhaber an das ehemalige Reichsparteitagsgelände.
Veranstalter kämpfen mit steigenden Kosten
Musikfans strömen weiterhin zahlreich zu den großen Festivals, obwohl sich die Branche stark gewandelt hat. Experten beobachten ein Wachstum bei großen Events, während mittlere Veranstaltungen oft mit finanziellen Herausforderungen kämpfen müssen. Robert Stolt vom Branchentreffen „Future of Festivals“ erklärte 2025 im Vorfeld des Festivals der dpa: „Die gestiegenen Produktions- und Personalkosten können nur teilweise an das Publikum weitergegeben werden.“
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Dies betrifft auch Rock im Park: Die Veranstalter betonen, dass sie trotz höherer Kosten keine steigenden Preise weitergeben wollen. „Die Kosten sind gestiegen, im Gagenbereich, aber auch in den Produktionskosten“, hatte Matt Schwarz, Veranstalter von Rock im Park, 2025 erklärt. „Durch die Komplexität der Anforderungen sind wir enormen Steigerungen ausgesetzt.“
Festivals: Mehr als nur Musik
Aber auch die finanziellen Interessen der Bands hätten sich geändert. „Als ich angefangen habe, war das Gagenvolumen ein Viertel von dem, was es heute ist“, sagte er. Die Ticketeinnahmen allein reichten nicht einmal zur Deckung der Kosten. „Dafür braucht man die anderen Einnahmen vor Ort.“
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Auch das Freizeitangebot während des Festivals hat sich erweitert – neben Musik erwartet die Besucher ein kleines Volksfest mit Fahrgeschäften und Biergarten auf dem Gelände. Festivalsprecher Matthias Adolph hob 2025 hervor: „Viele unserer Besucher kommen seit Jahren regelmäßig.“ Gleichzeitig zieht es viele ältere Fans an, die sich dieses jährliche Event gerne leisten. Viele Menschen erwarteten heute von einem Festival mehr als nur gute Musik.
