„Ich will ’nen Cowboy als Mann“
63 Jahre nach ihrem Erfolgshit: So sieht Gitte Hænning heute aus
Aktualisiert am 29.06.2026 – 13:33 UhrLesedauer: 3 Min.
Gitte Hænning war einst der Teenie-Star Skandinaviens. Besonders ihre Wahlheimat Deutschland liebte und liebt ihre wandlungsfähige Musik. Das macht sie heute.
Als Kind sang sie davon, ihren Papa heiraten zu wollen, später wünschte sie sich einen Cowboy als Mann. Mit locker-leichten Schlagertexten begeisterte Gitte Hænning in Deutschland unzählige Fans.
Mit acht Jahren stand sie zum ersten Mal auf der Bühne. Ihr Vater, der Liedermacher Otto Johansson, war dabei derjenige, der die Karriere der jungen Gitte früh vorantrieb – eine Tatsache, die sie selbst erst im vergangenen Jahr kritisierte.
In Skandinavien wurde das Mädchen schlagartig berühmt, während der Durchbruch in Deutschland später vor allem mit einem anderen Song zusammenhing: Mit „Ich will ’nen Cowboy als Mann“ gewann die damals 16-Jährige bei den Deutschen Schlagerfestspielen 1963 in Baden-Baden – und sang sich damit auch gleich an die Spitze der deutschen Charts.
Zusammen mit Rex Gildo bildete Hænning in den Sechzigerjahren das beliebteste Schlagerduo des Landes. Die beiden sangen sich unter anderem mit „Vom Stadtpark die Laternen“ in die Charts und die Herzen.

Charmant fanden die Deutschen die Dänin dabei auch wegen ihres skandinavischen Akzents. Die deutsch-dänische Verbindung führte schließlich so weit, dass sie 1973 für Deutschland beim Eurovision Song Contest antrat. Mit „Junger Tag“ wurde sie in Luxemburg Achte – eine Platzierung, von der viele deutsche ESC-Beiträge später nur träumen können.
Gitte Hænning als Unterhaltungskünstlerin
In der Folgezeit bewies Gitte Hænning ihre Vielseitigkeit als Unterhaltungskünstlerin. Auch ihre alten Schlager erfand sie manchmal neu, etwa den besagten Cowboy-Klassiker. „Wie kann ich dieses Lied heute gestalten? Da nehme ich in Kauf – mit großem Risiko – manche Fans zu verlieren, um andere zu gewinnen“, sagte sie dazu einmal in einem Interview.

Pop und vor allem ihr geliebter Jazz waren fortan wichtiger als Schlager, was die Dänin etwa mit der deutschen Version von Andrew Lloyd-Webbers „Take That Look Off Your Face“ („Freu dich bloß nicht zu früh“) oder einer Hommage an Ella Fitzgerald und Judy Garland bewies.
