Die Lenkung arbeitet angenehm leichtgängig, liefert aber weniger Rückmeldung als frühere BMW-Modelle. Toll ist die hohe Laufruhe: Selbst bei höheren Geschwindigkeiten bleiben Windgeräusche erstaunlich leise.

Die größte Stärke: Wie weich alles zusammenarbeitet

Richtig beeindruckend ist, wie harmonisch der iX3 fährt. Die Übergänge zwischen Rekuperation, Bremse und Assistenzsystemen sind extrem weich abgestimmt.

BMW nennt das Prinzip im Hintergrund „Superbrains“. Klingt erst einmal ein wenig nach Marketing, erklärt aber tatsächlich ganz gut, warum der iX3 so weich und harmonisch fährt: Vier Zentralrechner steuern unter anderem Antrieb, Rekuperation, Bremse und Assistenzsysteme. Dadurch arbeitet vieles sauber zusammen.

Volle Fahrt voraus: Der iX3 beherrscht Dynamik und entspanntes Gleiten – nur das Fahrwerk ist etwas straff geraten. (Quelle: BMW/Uwe Fischer)

Das Auto bremst fließend bis zum Stillstand ab, reagiert sanft und wirkt insgesamt harmonisch. Der BMW erkennt sogar rote Ampeln, verzögert passend und weist den Fahrer später darauf hin, wenn es weitergeht. In der Stadt kann man mit dem eingeschalteten System locker mitschwimmen.

Auch die Assistenzsysteme hinterlassen insgesamt einen sehr starken Eindruck. Der Autobahnassistent unterstützt souverän, der Überholassistent zieht das Auto nach Blinkersetzen selbstständig auf die Nachbarspur. Allerdings bleiben manche Funktionen erklärungsbedürftig. Zweimal setzte der iX3 bei freier linker Spur plötzlich selbst den Blinker und setzte zum Überholen an, ohne dass vollkommen klar war, warum genau das System aktiv wurde – vermutlich aufgrund eines Spiegelblicks, der jedoch nur zur Vergewisserung diente.

Auch wann sich der Autobahnassistent aktiviert (gekennzeichnet durch zwei grüne Lichtleisten am Lenkrad), versteht man nicht sofort. Er bietet teilautomatisiertes Fahren auf Level-2-Niveau. Heißt: Bis Geschwindigkeiten von 130 km/h erlaubt er auf Autobahnen das dauerhafte Loslassen des Lenkrads, sofern der Fahrer das Geschehen überwacht. Der Assistent steuert Abstand, Geschwindigkeit, Lenkung und führt Spurwechsel per Blickbestätigung in den Außenspiegel selbstständig durch. Das Problem ist dabei nicht, dass die Technik schlecht funktioniert – sondern dass sie teilweise sehr viel kann, ohne sich immer selbst zu erklären.

Hände weg: Sind die grünen Lichter am Lenkrad eingeschaltet, darf der Fahrer ein wenig entspannen. (Quelle: BMW/UWE FISCHER)

Insgesamt aber wirken die Systeme unterstützend statt bevormundend. Besonders gelungen: Der BMW deaktiviert den Tempomaten beispielsweise nicht sofort, wenn der Fahrer leicht bremst – etwa, um andere Fahrzeuge einscheren zu lassen.

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