Wahl in Mecklenburg-Vorpommern
Das ist die Spitzenkandidatin der SPD
07.09.2026 – 18:54 UhrLesedauer: 3 Min.

Vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD in den Umfragen vorn. SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig will das noch ändern – und bringt einen entscheidenden Vorteil mit.
Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern (MV) ein neuer Landtag gewählt. Die Spitzenkandidatin für die SPD ist gleichzeitig auch die amtierende Ministerpräsidentin des nordostdeutschen Bundeslandes. t-online fasst zusammen, was es über Manuela Schwesig zu wissen gibt.
In Sachsen-Anhalt musste die SPD um den Einzug in den Landtag bangen, bei der Wahl am 6. September erreichte sie dann rund neun Prozent und zeigte sich zufrieden. Die Sozialdemokraten waren aber nicht in der Lage, einen Wahlsieg der AfD zu verhindern. Manuela Schwesig will das nun tun. „In MV kann und muss verhindert werden, dass die AfD stärkste Kraft wird“, sagte die Ministerpräsidentin kurz nach der Wahl in Sachsen-Anhalt.
Das liegt durchaus im Bereich des Möglichen. Zwar zeigen die aktuellen Umfragen für die Mecklenburg-Vorpommern-Wahl einen Vorsprung der AfD, er ist jedoch von der SPD noch einzuholen. Deren Spitzenkandidatin Manuela Schwesig hat eine besondere Position in der Landespolitik. Sie ist persönlich beliebt, im „Bild“-Politikerranking von August landete sie auf dem vierten Platz. Sie regiert das Bundesland seit 2017, die vergangenen fünf Jahre recht harmonisch mit der Linken. Dieser Umstand könnte ihr zum Vorteil gereichen.
Steckbrief Manuela Schwesig
Beruf: Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und Vorsitzende der SPD Mecklenburg-Vorpommern.
Geburtsort: Frankfurt (Oder)
Familienstand: verheiratet, zwei Kinder
Berufsausbildung: Studium an der Fachhochschule für Finanzen in Königs Wusterhausen (Brandenburg), Abschluss als Diplom-Finanzwirtin (FH)
Landtagswahl MV: Das müssen Sie über Manuela Schwesig wissen
Schwesig wurde am 23. Mai 1974 in Frankfurt an der Oder geboren. Ihre Herkunft aus der DDR habe für das, was sie antreibe, eine große Bedeutung, schreibt Schwesig auf ihrer Internetseite. „Denn ein Leben in Freiheit und Demokratie ist nicht selbstverständlich.“ Sie wollte Erzieherin werden, als sie 1990 die zehnte Klasse abschloss, es habe jedoch eine große Unsicherheit über die Ausbildungsplätze gegeben. Die Wende sei ein tiefer Einschnitt gewesen, so Schwesig.

Nach dem Abitur studierte sie an der Fachhochschule für Finanzen in Königs Wusterhausen und schloss als Diplom-Finanzwirtin ab. Anschließend arbeitete sie zunächst in den Finanzämtern Frankfurt an der Oder und Schwerin, später im Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommerns.
Schwesig erhält Unterstützung von links
2003 trat die damals 29-Jährige in die SPD ein und übernahm in den folgenden Jahren verschiedene Ämter auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. 2008 wurde sie Sozial- und Gesundheitsministerin in Mecklenburg-Vorpommern und damit die jüngste Landesministerin Deutschlands. Von 2011 bis 2013 war sie dort Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales. Anschließend wechselte sie nach Berlin und wurde Bundesfamilienministerin im dritten Kabinett von Angela Merkel.