„Meine Frau hatte es nie leicht mit mir“

Sie stärkt Thorsten Frei seit 20 Jahren den Rücken


29.07.2026 – 14:26 UhrLesedauer: 2 Min.

Thorsten Frei soll neuer Fraktionschef der Union werden. (Archivfoto) (Quelle: Fabian Sommer/dpa)

Thorsten Frei soll der neue Chef der Unionsfraktion werden. Im Privatleben hält ihm Ehefrau Katharina den Rücken frei.

Thorsten Frei ist Kanzleramts-Chef und gilt als enger Vertrauter von Bundeskanzler Friedrich Merz. Nach dem Rücktritt von Jens Spahn als Fraktionsvorsitzender der Union soll er nun auf diese Position nachrücken. Doch hinter dem politischen Aufstieg des Politikers steht eine Frau, ohne die dieser Weg nach Berlin nach eigenen Worten nicht möglich gewesen wäre.

Im Jahr 2007 heiratete Thorsten Frei seine Partnerin Katharina. Im Gespräch mit dem Magazin „Bunte“ hat Frei im Februar 2025 offen über sie gesprochen. Den Karrieresprung und damit auch den Umzug nach Berlin habe sie zunächst nicht begrüßt. „Sie ist ja berufstätige Lehrerin und wir haben drei schulpflichtige Kinder“, erklärte er. Katharina Frei unterrichtet Englisch und Französisch. „Aber dann hat sie mich dennoch unterstützt. Meine Frau hatte es nie leicht mit mir.“

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Die Kinder heißen Victoria, Louisa und Sebastian. Ohne die Bereitschaft seiner Frau, „die Familie zu großen Teilen so gut zu managen“, hätte er den Weg in die Bundespolitik nicht gehen können. Seine Kinder sehe er jedoch nicht mehr so oft. Dafür setze er auf Videotelefonate mit ihnen. „Wenn sie anrufen, hat das immer Priorität“, betonte er. Die Kinder „erden mich und konfrontieren mich mit Herausforderungen, vor denen Millionen anderer Eltern auch stehen“.

Thorsten und Katharina Frei: Sie sind seit 20 Jahren verheiratet. (Quelle: picture alliance / dts-Agentur | )

Seine Kinder sieht Thorsten Frei seltener

Neben seinem Wohnsitz in Berlin lebt Frei weiterhin mit seiner Familie in Baden-Württemberg. Die Heimat diene ihm als Rückzugsort. Dort war er lange Zeit fest verwurzelt. 2013 amtierte er sogar als Oberbürgermeister in Donaueschingen. „Ich wollte nicht weg aus Donaueschingen, ich liebe diese Stadt. Aber viele in meiner Partei wollten mich im Bundestag sehen, obwohl ich gar nicht dahin strebte“, sagte er.

Katharina Frei ist für ihren Mann aber nicht nur familiäre Stütze, sondern auch eine Verbindung zur Lebenswirklichkeit außerhalb Berlins. Frei beschrieb die Hauptstadt als eine Blase, die nicht die deutsche Alltagsrealität darstelle. „Meine Frau spiegelt mir als Lehrerin auch viel aus dem Schulalltag, da wo es hakt. Ohne gute Bildung gibt es keine Demokratie, keinen Wohlstand, keinen Rechtsstaat.“

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