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Finanzen

Das ist das schnellste Finanzamt Deutschlands

wochentlich.deBy wochentlich.de16 Januar 2024Keine Kommentare3 Mins Read
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Das ist das schnellste Finanzamt Deutschlands
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Die Grundsteuerreform hielt die Finanzämter 2023 ordentlich auf Trab. Das spiegelt sich auch in der Bearbeitungszeit der Einkommensteuererklärungen wider.

Die Deutschen mussten im vergangenen Jahr länger auf ihren Steuerbescheid warten. 56,86 Tage lagen im Schnitt zwischen der Abgabe der Einkommensteuererklärung und der Post vom Finanzamt. Das waren gut drei Tage mehr als im Vorjahr, wie aus einer Datenerhebung der Online-Steuererklärung „lohnsteuer-kompakt.de“ hervorgeht.

Demnach ist die Bearbeitungsdauer in zehn der 16 Bundesländer gestiegen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein blieben auf ähnlichem Level wie im Vorjahr und mit Thüringen, Bremen und Brandenburg arbeiteten immerhin drei Länder schneller. Allerdings haben die Finanzämter in Brandenburg und Bremen ohnehin Luft nach oben: Sie nehmen trotz leichter Verbesserung den letzten und vorletzten Platz im Schnelligkeits-Ranking ein.

Rheinland-Pfalz, Hamburg und NRW vorne

Auf Platz eins liegt Rheinland-Pfalz mit einer Wartezeit von 49,97 Tagen, dicht gefolgt von Hamburg mit einer Wartezeit von 50,01 Tagen und Nordrhein-Westfalen mit 50,06 Tagen. Zum Vergleich: Im Vorjahr war Berlin mit einer Bearbeitungszeit von 45,8 Tagen auf dem ersten Platz gelandet.

Das Finanzamt, das 2023 deutschlandweit am schnellsten gearbeitet hat, kommt aus Nordrhein-Westfalen: Die Beamten in Herne im Ruhrgebiet benötigten für eine Einkommensteuererklärung im Schnitt nur 29,8 Tage. Weit abgeschlagen auf dem letzten Platz landete das Finanzamt Hameln-Holzminden in Niedersachsen mit einer durchschnittlichen Bearbeitungsdauer von 114,7 Tagen. Dort warteten Steuerpflichtige also fast viermal so lange auf ihren Steuerbescheid wie in Herne.

Hier die Wartezeiten je Bundesland im Überblick:

  • Rheinland-Pfalz: 49,97 Tage (2022: 50,3 Tage)
  • Hamburg: 50,01 Tage (2022: 46,7 Tage)
  • Nordrhein-Westfalen: 50,06 Tage (2022: 47,5 Tage)
  • Berlin: 51,36 Tage (2022: 45,8 Tage)
  • Thüringen: 53,42 Tage (2022: 55,6 Tage)
  • Sachsen-Anhalt: 54,55 Tage (2022: 54,3 Tage)
  • Hessen: 54,74 Tage (2022: 51,4 Tage)
  • Schleswig-Holstein: 57,24 Tage (2022: 56,3 Tage)
  • Bayern: 58,44 Tage (2022: 53,5 Tage)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 58,72 Tage (2022: 55,3 Tage)
  • Sachsen: 59,48 Tage (2022: 52,2 Tage)
  • Saarland: 60,45 Tage (2022: 54,4 Tage)
  • Niedersachsen: 61,77 Tage (2022: 54,0 Tage)
  • Baden-Württemberg: 63,92 Tage (2022: 60,5 Tage)
  • Bremen: 68,78 Tage (2022: 82,1 Tage)
  • Brandenburg: 68,85 Tage (2022: 72,8 Tage)

Der Grund für die im Schnitt längere Bearbeitungsdauer liegt laut Felix Bodeewes, Geschäftsführer von „lohnsteuer-kompakt.de“, an der Grundsteuerreform. „Zwar haben trotz der Fristverlängerung viele Grundsteuerpflichtige ihre Grundsteuererklärung nicht abgegeben, doch macht sich der hohe Arbeitsaufwand dennoch bemerkbar.“ Und das nicht erst seit 2023.

Schon 2022 haben die Finanzämter länger gebraucht, um die Einkommensteuererklärungen zu bearbeiten. „Der bundesweite Schnitt lag 2021 noch bei 49 Bearbeitungstagen und 2022 bereits bei 53,6 Tagen“, so Bodeewes.

Zur Methode

„lohnsteuer-kompakt.de“ hat für seine Auswertung die Bearbeitungszeiten der Finanzämter anhand von mehr als 400.000 Steuererklärungen erhoben, die über die Plattform des Unternehmens erstellt worden waren. Insgesamt wurden 488 Finanzämter berücksichtigt, wobei pro Finanzamt mindestens 50 Steuererklärungen eingereicht wurden.

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