Keine Majestät mehr
Darum verlor Norwegens Königin Sonja ihren Titel
14.10.2026 – 20:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Tod von König Harald V. wurde seine Frau Sonja innerhalb des Königshauses herabgestuft. Jetzt wird bekannt, dass ihr Sohn diese Entscheidung getroffen hat.
Das norwegische Königshaus hat sich in den vergangenen Wochen komplett neu geordnet. Nach dem Tod von König Harald V. wurde sein Sohn Haakon zum neuen König erklärt, dessen Frau Mette-Marit ist die neue Königin. Ihre gemeinsame Tochter Ingrid Alexandra ist nun Kronprinzessin. Der Status von Haralds Witwe wurde allerdings herabgestuft – hinter dieser Entscheidung scheint ihr Sohn zu stehen.
Wie kürzlich bekannt wurde, behält die 89-Jährige zwar ihren offiziellen Königinnentitel, führt ab sofort jedoch nicht mehr die Anrede „Ihre Majestät“. Sie gehört auch nicht mehr zum Könisghaus, sondern nur noch zur „übrigen Königsfamilie“. Am Mittwoch gab der Palast bekannt, wer für diese Änderung im königlichen Protokoll verantwortlich ist: Die Entscheidung traf demnach König Haakon persönlich.
Die Tageszeitung „Aftenposten“ sprach laut „Bunte“ mit der Kommunikationschefin Guri Varpe. Die berichtete, dass König Haakon eine Tradition im norwegischen Königshaus weitergeführt habe, zu der eine begrenzte Verwendung von königlichen Anredeformen gehöre. Varpe zufolge tragen nur Mitglieder des Königshauses weiterhin Anredeformen wie „Ihre Majestät“ und „Ihre königliche Hoheit“. Andere Mitglieder der königlichen Familie werden mit ihren Titeln angesprochen.
Die Sprecherin hob hervor, dass im Ausland andere Regeln gelten würden. „Das bedeutet, dass Königin Sonja im Englischen weiterhin als ‚Ihre Majestät Königin Sonja‘ bezeichnet werden kann, während Prinz Sverre Magnus und Prinzessin Märtha Louise als ‚Eure Hoheit‘ bezeichnet werden können.“
Sonja und der damalige Kronprinz Harald heirateten im August 1968 im Osloer Dom. Mit der Thronbesteigung ihres Mannes im Januar 1991 wurde sie dann die erste norwegische Königin seit 53 Jahren
