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Darüber entscheidet der Kölner Rat

wochentlich.deBy wochentlich.de2 Juli 2025Keine Kommentare4 Mins Read
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Darüber entscheidet der Kölner Rat
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Parkhauspreise, Ebertplatz, Parkstadt Süd

Darüber entscheidet der Kölner Rat am Donnerstag


02.07.2025 – 14:14 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Der Brunnen am Kölner Ebertplatz: Künftig soll die Verkehrsführung dort erheblich geändert werden. (Quelle: IMAGO / Panama Pictures/imago-images-bilder)

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Der Kölner Rat tritt vor der anstehenden Sommerpause ein letztes Mal zusammen. Es stehen weitreichende Entscheidungen an.

Mit wegweisenden Entscheidungen zu mehreren wichtigen Kölner Infrastrukturprojekten wird sich der Kölner Stadtrat in die anstehende Sommerpause verabschieden. Am Donnerstag (3. Juli) stehen unter anderem Entscheidungen zum Ebertplatz und der Parkstadt Süd an, die in die nächste Planungsphase gehen wollen. Auch das Parken soll teilweise teurer werden. Die wichtigsten Entscheidungen im Überblick.

Der Ebertplatz ist seit Jahren der Brennpunkt der nördlichen Altstadt. Alle bisher durchgeführten Maßnahmen haben nicht dazu geführt, dass die Kriminalität verschwindet. Durch eine Neuordnung der Verkehrsführung soll der Platz in den kommenden Jahren nicht mehr von der Gastronomie am Platzrand abgetrennt sein und für den Fuß- und Radverkehr besser erreichbar sein.

Im Verkehrsausschuss hat die sogenannte „Variante Süd“ dabei eine Mehrheit erhalten. Bei ihr würde die Nordseite des Platzes komplett autofrei, der Verkehr in Richtung Hansaring/Stadtzentrum, sowie in Richtung Rheinufer würde jeweils an der Südseite am Platz vorbeigeführt. Um mehr Platz für die dann komprimierte Autospur zu schaffen, soll die Endhaltestelle für die Buslinien 127 und 142 abgebaut werden. Stattdessen sollen beide Linien künftig am Breslauer Platz enden.

Ein Knackpunkt ist derzeit noch die Zukunft der Neusser Straße. Sollte diese perspektivisch zu einer Einbahnstraße in Richtung Stadtzentrum werden, bräuchte es an der Südseite des Ebertplatzes keine Fahrspur mehr, die nach Norden abknickt. Sollte die Neusser Straße in beide Richtungen befahrbar bleiben, müsste ein Teil des Ebertplatzes neu asphaltiert werden. Ein Beschluss würde die weiteren Planungen auf den Weg bringen, er gilt als Formsache.

Während der Ebertplatz ein Problemkind der Stadtverwaltung bleibt, ist die Parkstadt Süd so etwas wie ein Prestigeprojekt. Sie soll den Inneren Grüngürtel durch Raderberg bis zum Rheinufer abschließen. Neben Tausenden Wohnungen sollen Büros, Einkaufsmöglichkeiten und vor allem jede Menge Grünanlagen entstehen. Für die Durchführung des Bauprojekts hat die Stadt extra einen eigenen Betrieb gegründet.

Die neue Beschlussvorlage soll Klarheit darüber schaffen, was nördlich des Südstadions passiert. Dort spielt derzeit Regionalligist Fortuna Köln. Zur Wahl stehen zwei Varianten: Zum einen die Variante „Sporthof“, zum anderen die Variante „Sportfeld für die Uni“.

Bei der Variante „Sporthof“ würden bestehende Gebäude teilweise umgenutzt, um darin Gastronomie oder Fitnessangebote zu schaffen. Außerdem sollen mehrere „Urban Sports“-Bereiche für Tischtennis, Parkour, Streetball und weitere Sportarten entstehen. Die Variante würde ohne größere Gebäude auskommen und dabei den Grünzug von Rheinufer bis zum Ende des bisherigen Grüngürtels sicherstellen. Ein weiterer Pluspunkt: Die Bereiche wären für alle Menschen nutzbar.

Die Variante „Sportfeld an der Uni“ sieht ein Fußballfeld unmittelbar nördlich des Südstadions nach Standards des Deutschen Fußball-Bunds vor. Es soll vor allem der Universität zu Köln, aber auch Vereinen zugutekommen. Städtebaulich ist die Variante vertretbar. „Jedoch widerspricht diese Variante massiv dem offenen und durchlässigen Charakter mit weiten Wiesenflächen wie es im bestehenden und neu geplanten Inneren Grüngürtel der Fall ist“, heißt es seitens der Planer weiter.

Die Planung soll Ende 2028 abgeschlossen werden. Ein Baubeginn ist nicht vor 2030 geplant.

Während der Streit um die Parkgebühren auf öffentlichen Parkplätzen und am Straßenrand wohl nicht mehr vor der Kommunalwahl gelöst wird, gibt es Bewegung bei den Preisen für städtische Parkhäuser und Tiefgaragen. Die städtische Gebühr pro Parkstunde soll auf 2,10 Euro im Schnitt anzuheben – bisher sind es im Durchschnitt 1,44 Euro. Das berichtete zunächst der „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Die Abstimmung selbst liegt im nicht-öffentlichen Teil, im Gegensatz zu den normalen Parkgebühren herrscht dort allerdings eine größere Einigkeit unter den Fraktionen. Obwohl die öffentliche Parkgebührenordnung erneut auf der Tagesordnung steht, wird eine Verschiebung der Entscheidung erwartet. Die Kölner CDU hatte unlängst auf Anfrage von t-online erklärt, die Ordnung in der vorgelegten Form nicht mehr vor der Kommunalwahl beschließen zu wollen.

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