Für 25 Euro
Deutschlands teuerste Bratwurst kommt aus Hamburg
08.10.2026 – 11:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Gänseleber, Kalbsfilet und Trüffel: Ein ehemaliger Gourmetkoch serviert in Hamburg eine ungewöhnliche Bratwurst-Spezialität. Die hat einen stolzen Preis.
Eine Bratwurst für 25 Euro: So viel verlangt ein Hamburger Imbiss tatsächlich für eine seiner Kreationen. Bei den „Curry-Pirates“ in Barmbek-Süd gibt es eine Wurst aus Gänseleber, Kalbsfilet und Trüffel. Sie soll die teuerste Bratwurst Deutschlands sein.
Dahinter steckt Michael Weißenbruch. Der ehemalige Gourmetkoch experimentiert regelmäßig mit neuen Rezepten aus ungewöhnlichen Zutaten. Unter dem Motto „Freak of the Week“ bietet er immer wieder ausgefallene Bratwürste an. So gab es bereits einen „Corn Dog“ – eine Bratwurst in frittiertem Maisbackteig mit Cheddarsauce. Bei „The French Way“ kombinierte Weißenbruch Brie und Walnüsse mit einer Bratwurst auf Berglinsen. Die japanisch inspirierte Variante „Hokkaido Flash“ servierte er mit Teriyaki-Glasur und Hokkaidokürbispüree.
Leidenschaft seit der Kindheit
Auch die Beilagen fallen ungewöhnlich aus: Zur Luxus-Wurst können sich die Kunden beispielsweise Blätterteiggebäck mit Parmesan, getrüffeltes Bohnencurry oder Cheese Balls bestellen. Klassische Pommes Frites stehen bei den „Curry-Pirates“ ebenfalls auf der Karte.
- „Ganz entscheidend ist …“: Steffen Henssler verrät Trick für leckere Nudeln
- Rezept zum Nachbacken: Tim Mälzer zeigt seinen Trick für leckere Pfannkuchen
Die Leidenschaft fürs Kochen begleitet Weißenbruch seit seiner Kindheit. Er stammt aus einer Gastronomiefamilie und arbeitete viele Jahre als Koch. Gemeinsam mit seiner Partnerin Monika Hamann führte er bis 2007 das Restaurant „Clasenhof“ in Ottensen. Schon dort war der Koch für seine hausgemachten Bratwürste und ungewöhnliche Kreationen auf der Speisekarte bekannt.
„Die Deutschen lieben Wurst – und ich auch“
Später wechselte Weißenbruch von der Restaurantküche in den Imbiss. „Du kannst dich bei Bratwurst richtig austoben, wenn du einen gewissen Background hast“, sagte er in einem Interview mit der Prosieben-Sendung „taff“. Neue Rezepte zu entwickeln, mache ihm großen Spaß. „Die Deutschen lieben Wurst – und ich auch.“
- Zum Nachmachen: Henssler kocht DDR-Klassiker – so gelingt das Rezept
Bei einem Preis von 25 Euro ist die Luxus-Bratwurst kein Snack für jeden Tag, das räumt auch Weißenbruch ein. Das soll die Kreation auch gar nicht sein. Im Schnitt geht pro Tag eine der teuren Würste über die Theke.
Das Konzept der „Curry-Pirates“ findet Anklang. Das Gastronomiemagazin „Falstaff“ vergab im „Streetfood Guide 2026“ insgesamt 92 von 100 möglichen Punkten. Besonders gut schnitt das Essen mit 59 von 60 Punkten ab. Auch auf Google bewerten viele Kunden den Imbiss positiv. Bei 426 Rezensionen liegt die durchschnittliche Bewertung den vorliegenden Angaben zufolge bei 4,7 von 5 Sternen. Kunden loben vor allem die Qualität der Würste und sprechen von einem „Gaumenschmaus“ oder einem „Geheimtipp für Currywurst-Liebhaber“.
Curry-Pirates: Mozartstraße 23, 22083 Hamburg. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 12 bis 14.45 Uhr und von 17 bis 19.45 Uhr, Samstag von 12 bis 14.45 Uhr. Montag und Sonntag geschlossen.
