Anschlag auf CSD in Berlin

Eine Tote, 29 Verletzte: Dobrindt spricht von Terror


Aktualisiert am 26.07.2026 – 15:11 UhrLesedauer: 9 Min.

Eine Regenbogenflagge, Blumen und Kerzen stehen vor einem Baum nahe dem Bereich, wo ein Fahrzeug einen Baum gerammt hatte. Am Rande des Christopher Street Day in Berlin war das Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

In der Nähe des Brandenburger Tors ist ein Auto beim CSD nahe in eine Menschenmenge gerast. Alle Entwicklungen im Liveblog.

Am Samstagabend ist beim Christopher Street Day in Berlin ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Eine Frau starb, 29 Menschen wurden verletzt – mehrere davon lebensbedrohlich. Die Großveranstaltung mit Hunderttausenden Besuchern wurde abgebrochen. Eine Großfahndung nach einem mutmaßlichen Täter läuft.

Die Polizei hat eine Auskunftsstelle für Angehörige unter der Telefonnummer 030/8485-4460 sowie ein Hinweisportal für Fotos und Videos von Zeugen unter be.hinweisportal.de eingerichtet.

Gedenken am Brandenburger Tor: „Hass ist tödlich“

15.04 Uhr: Hunderte Menschen haben am Brandenburger Tor der Opfer des Anschlags gedacht. In einem der Redebeiträge auf einer Bühne hieß es: „Gestern war ein Angriff auf uns alle, auf alle unsere Eventitäten, auf unsere Existenzen, auf unsere Gemeinschaft und unsere Demokratie. Und wir lassen uns davon nicht unterkriegen.“

Vor dem Brandenburger Tor wurde auch eine Schweigeminute abgehalten. Das Gelände war teils durch Absperrungen gesichert, auch dahinter beteiligten sich viele Menschen an dem Gedenken.

Trauermarsch in Richtung Brandenburger Tor geplant

15 Uhr: Das schwule Anti-Gewalt-Projekt „Maneo“ hat zu einem Trauermarsch aufgerufen. Man wolle ab 17.30 Uhr von der St. Marienkirche in Richtung Brandenburger Tor laufen, hieß es von den Veranstaltern auf Instagram. „Wir trauern um die getötete Frau“, hieß es in dem Beitrag. Der Anschlag habe einer „offenen, vielfältigen Gesellschaft“ gegolten.

Man wolle gemeinsam schweigend zum Brandenburger Tor gehen. „Ein Weg der Trauer, des Gedenkens und der Solidarität“, schrieben die Veranstalter. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten Blumen und Kerzen mitbringen. „Im Mittelpunkt stehen die Opfer“, betonten die Organisatoren.

Wegner: „Hohe Sicherheit beim CSD“

14.59 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat die Sicherheitsmaßnahmen beim CSD als sehr gut verteidigt. „Wir haben beim CSD eine hohe Sicherheit gehabt“, sagte Wegner am Nachmittag in der Nähe des Tatorts des mutmaßlich islamistischen Terroranschlags auf den Berliner CSD. Wegner betonte: „Die Strecke des CSD wurde nicht getroffen. Dort ist der Täter nicht drauf gekommen. Weil die Polizei, die Sicherheitsbehörden, diesen Christopher Street Day abgesichert haben. Aber rund 400 Meter daneben sind immer noch Besucherinnen und Besucher, viele Menschen, die die Veranstaltung verlassen haben oder wieder hingehen wollten.“

Dobrindt spricht von „islamistischem Terroranschlag“

14.22 Uhr: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Bluttat beim Christopher Street Day in Berlin als „islamistischen Terroranschlag“ eingestuft. Auf eine derartige Motivation des Tatverdächtigen deute „alles“ hin, sagte Dobrindt am Sonntag in Berlin. Eine Frau sei getötet worden, zudem gebe es „29 Verletzte und Schwerstverletzte“, sagte der Minister.

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