Callback 8020

Commodore bringt das Klapphandy zurück


16.06.2026 – 15:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Callback 8020: Das Retro-Klapphandy kommt in mehreren Farben auf den Markt. (Quelle: Commodore)

Commodore hat ein Retro-Handy vorgestellt, das noch in diesem Jahr herauskommen soll. Der Hersteller setzt bei seinem Gerät auf ein ungewöhnliches Konzept.

„Welcome to the Internot“, lautet der Werbespruch für das Retro-Handy Callback 8020 von Commodore, das der Hersteller jetzt vorgestellt hat. Das Wort Internot ist kein Rechtschreibfehler, sondern ein Hinweis auf die eingeschränkten Internetfähigkeiten des Klapphandys.

Denn das Callback 8020 verzichtet laut Commodore auf soziale Medien, einen Webbrowser sowie E-Mail- und Arbeitsanwendungen. Auch der Touchscreen soll nur bei bestimmten Apps aktiviert werden können.

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Stattdessen setzt das Gerät auf eine klassische T9-ähnliche Texteingabe mit physischen Tasten, mit denen sich Wörter tippen lassen, ohne jede Taste mehrfach drücken zu müssen. Dazu kommt ein Klappmechanismus, der die Nutzung bewusster machen soll und von früheren Handys bekannt ist.

Weniger Funktionen, weniger Ablenkung

Nach Angaben von Commodore läuft das Telefon mit Sailfish OS. Das ist ein Betriebssystem, das auf Linux basiert. Entwickelt wurde die Software gemeinsam mit Jolla, einem Unternehmen, das von ehemaligen Nokia-Entwicklern gegründet wurde.

Der Hersteller verspricht dabei einen besonderen Fokus auf Datenschutz. Nutzerdaten sollen nicht verkauft werden, zudem seien keine Anmeldungen erforderlich, um das Gerät zu nutzen.

Als Benachrichtigungssystem kommen LED-Leuchten auf der Außenseite des Telefons zum Einsatz. Diese sollen Nutzer über neue Nachrichten oder Anrufe informieren, ohne dass dafür ständig der Bildschirm aufgeklappt werden muss. Ein Display auf der Außenseite zeigt nur einfache Angaben wie das Datum, die Uhrzeit und den Netzempfang an.

Android-Apps ohne Android

Trotz des Verzichts auf Android soll das Gerät nach Angaben des Unternehmens 99 Prozent der Android-Apps unterstützen. Genannt werden unter anderem Kartendienste wie Google Maps, Musikdienste wie Spotify, Messenger, Kalender, Fahrdienst-Apps wie Uber und QR-Code-Scanner.

Das Design des Klapphandys erinnert an die frühen Commodore-Computer wie den PET 2001. (Quelle: Commodore)

Für Nachrichten unterstützt das Telefon laut Commodore zahlreiche Dienste wie WhatsApp, Signal, Telegram und WeChat. Auch die Nutzung von Apples iMessage soll möglich sein.

Zur Ausstattung gehören außerdem eine 48-Megapixel-Kamera, ein FM-Radio, HD-Audio-Unterstützung sowie mitgelieferte kabelgebundene In-Ear-Kopfhörer. Auf schnellen 5G-Empfang verzichtet Commodore bei seinem Retro-Handy.

Darüber hinaus verweist Commodore auf Bezüge zur eigenen Geschichte. So enthält das Gerät Klingeltöne auf Basis des bekannten SID-Soundchips aus dem Heimcomputer Commodore 64.

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