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Sport

Christoph Kramer und Mats Hummels loben neue Regel gegen Zeitspiel

wochentlich.deBy wochentlich.de1 September 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Zeitspiel im Fußball

Weltmeister rechnet mit einer alten Unsitte ab


31.08.2026 – 14:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Christoph Kramer: Der ehemalige Mittelfeldspieler freut sich über weniger Zeitspiel. (Quelle: IMAGO/nordphoto GmbH / Meuter)

Schon seit der WM gibt es neue Regeln im Fußball, um Zeitspiel zu bekämpfen. Aber wie kommen diese Regeln an?

Einen Countdown müssen Schiedsrichter in der neuen Saison gut beherrschen. Unter anderem bei Abstößen, Einwürfen und Spielerwechseln gibt es für die betroffene Mannschaft ein Zeitlimit. Das Ziel: weniger Zeitspiel, mehr Nettospielzeit beim Fußball. Kontrolliert werden diese Regeln natürlich vom Unparteiischen, der mit seiner Hand sichtbar herunterzählt. Fünf, vier, drei, zwei, eins – vorbei. Eine Änderung, die bisher bei einem Großteil von Fans und Spielern gut ankommt.

Eine etwas intensiver diskutierte Änderung ist die der einminütigen Zwangspause bei einer verletzungsbedingten Behandlung abseits des Spielfelds. Braucht ein Spieler medizinische Hilfe, muss er anschließend eine Minute am Spielfeldrand warten, bis er wieder auf den Platz darf. Das führt gelegentlich auch zu heißen Diskussionen an der Seitenlinie zwischen den Trainern und dem Vierten Offiziellen.

„90 bis 95 Prozent waren eher Theatralik“

Christoph Kramer empfindet diese Regeländerung als effektiv. In einer digitalen Medienrunde von Amazon Prime Video sagte der deutsche Ex-Nationalspieler: „Man sieht schon an den ersten Spieltagen, wie wenig diese Regel in Kraft tritt, weil es sie gibt.“ Das Zeitspiel einer führenden Mannschaft in der Schlussphase werde dadurch meist unterbunden.

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„Der Fußball hat sich dahin entwickelt, vor allem in den Spitz-auf-Knopf-Spielen, dass viele Spieler unheimlich lange immer liegen bleiben. 90 bis 95 Prozent waren eher Theatralik, als dass ernsthaft etwas passiert ist“, so Kramer.

Mats Hummels pflichtete seinem ehemaligen Teamkollegen bei. „Als aktiver Spieler weiß man, wie selten man eigentlich wirklich diese Behandlung in Anspruch nehmen müsste, um weiterzuspielen“, so der Prime-Video-Experte. Kramer ergänzte direkt: „Ich habe in meiner Karriere 80-mal den Krankenwagen kommen lassen und hätte ihn nicht einmal kommen lassen müssen.“

Eine etwas übertriebene Formulierung: Denn im WM-Finale 2014 war die medizinische Behandlung für Kramer durchaus nötig gewesen. Damals war er mit einem argentinischen Gegenspieler zusammengestoßen und hatte eine Gehirnerschütterung erlitten. Kurz nach dem Zusammenprall musste Kramer deshalb ausgewechselt werden.

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