Patriotismus der Verbraucher

Chinas Wirtschaftsschwäche setzt deutschen Autobauern zu

25.04.2026 – 12:11 UhrLesedauer: 1 Min.

Die deutsche Autobranche steckt tief in der Krise. (Archivbild) (Quelle: Jan Woitas/dpa/dpa-bilder)

„China befindet sich in einer wirtschaftlichen Krise“, sagt die VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Für deutsche Autobauer ist das ein Problem.

Die wirtschaftliche Abkühlung in China setzt die deutschen Autobauer nach Einschätzung des Branchenverbands VDA zunehmend unter Druck. Der Wettbewerb auf dem chinesischen Markt sei der intensivste der Welt, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller am Samstag auf der Automesse in Peking. Die Hersteller müssten sich auf eine dauerhafte Veränderung der Marktbedingungen einstellen.

Zwar seien die deutschen Autobauer dank neuer Modelle und technischer Innovationen weiterhin wettbewerbsfähig. Chinesische Hersteller würden aber künftig eine größere Rolle spielen, erklärte Müller vor der Presse. Grund dafür sei auch eine Art Patriotismus der Verbraucher bei ihren Kaufentscheidungen.

Im Gegensatz zu Europa oder den USA gebe es in China zwar noch Wachstumspotenzial, die konjunkturelle Schwäche der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verschärfe jedoch die Herausforderungen. „China befindet sich in einer wirtschaftlichen Krise“, so Müller. Es gebe eine hohe Arbeitslosigkeit, und viele müssten sparen. „Das wirkt sich auf den Kauf von Autos aus – gerade im oberen und Luxussegment.“

Doch genau in diesem Bereich drängen auf der Messe chinesische Marken wie Geely und Nio vor: Sie präsentieren neue Fahrzeuge mit neuer Ausstattung zu günstigeren Preisen als deutsche Konkurrenten wie Mercedes und BMW.

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