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Politik

CDU-Politiker will Strafen für Freier

wochentlich.deBy wochentlich.de25 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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CDU-Politiker will Strafen für Freier
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Nordisches Modell

Prostitution: CDU-Politiker will Freier bestrafen

25.06.2026 – 03:42 UhrLesedauer: 2 Min.

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Eine Prostituierte aus Osteuropa wartet in einem Bordell im Bahnhofsviertel von Frankfurt auf Freier. (Symbolbild) (Quelle: Boris Roessler/dpa/dpa-bilder)

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Seit 2002 gilt Prostitution in Deutschland als normales Gewerbe. Ein führender Unionspolitiker will das nun ändern – und setzt dabei auf ein Modell aus Nordeuropa.

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Günter Krings, hat sich dafür ausgesprochen, noch in dieser Wahlperiode ein Sexkaufverbot in Deutschland einzuführen. Krings sieht darin einen wirksameren Schutz für Frauen als die von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig geplante Strafbarkeit von sogenanntem Catcalling – also massiver sexueller Belästigung im öffentlichen Raum.

Das von Krings befürwortete Modell orientiert sich am sogenannten Nordischen Modell, das in einigen europäischen Staaten gilt. Es stellt den Kauf sexueller Dienstleistungen sowie deren organisierte Vermittlung unter Strafe. Das Argument der Gegner einer solchen Regelung, „das wäre das älteste Gewerbe der Welt“, lasse ihn wenig überzeugen, sagte der CDU-Politiker. „Bei den Käufern anzusetzen“ sei „vollkommen richtig“.

imago images 0855982428Vergrößern des Bildes
Günter Krings will den Erwerb sexuellet Dienstleistungen unter Strafe stellen. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)
  • Studie zeigt: Das leistet das Nordische Modell
  • Portal: Tausende Sexarbeiter aus Europa wollen jetzt in die USA

CSU-Politkerinnen haben Debatte angestoßen

Die Debatte in der Union hatten 2023 die beiden CSU-Politikerinnen Dorothee Bär und Andrea Lindholz angestoßen. Damals, als CDU und CSU noch in der Opposition saßen, mussten sie bei einigen männlichen Fraktionskollegen Überzeugungsarbeit leisten. Der aktuelle Koalitionsvertrag sieht kein Sexkaufverbot vor.

Prostitution gilt in Deutschland seit dem Prostitutionsgesetz von 2002 als reguläres Gewerbe. Die damalige rot-grüne Koalition wollte damit die rechtliche und soziale Lage der Prostituierten verbessern. Aus Expertensicht trat jedoch zum Teil das Gegenteil ein. 2017 folgte deshalb das Prostituiertenschutzgesetz: Bordelle benötigen seitdem eine Betriebserlaubnis, Prostituierte müssen ihre Tätigkeit anmelden und regelmäßig zur Gesundheitsberatung gehen. Vorgeschrieben sind außerdem getrennte sanitäre Anlagen für Prostituierte und Freier, separate Wohnbereiche sowie ein Notrufsystem an den Arbeitsstätten.

Beim Schutz von Frauen vor Gewalt haben Union und SPD bereits gemeinsam gehandelt: So haben sie unter anderem die Möglichkeit geschaffen, gewalttätigen Ex-Partnern das Tragen einer elektronischen Fußfessel anzuordnen.

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