„Das glaube ich Friedrich Merz“
Spende an die AfD? Klingbeil fordert von der CDU Konsequenzen
20.08.2026 – 19:09 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein CDU-Kommunalpolitiker aus Sachsen-Anhalt spendet 10.000 Euro an die AfD und empfiehlt sie zur Wahl. SPD-Chef Klingbeil hält den Koalitionspartner dazu an, den Vorfall aufzuarbeiten.
Nach der Spende eines CDU-Kommunalpolitikers aus Sachsen-Anhalt an die AfD und einer Wahlempfehlung für die Partei sieht SPD-Chef Lars Klingbeil Klärungsbedarf bei der CDU. „Ich würde als Parteivorsitzender solche Dinge in meiner Partei sehr ernst nehmen und das muss geklärt werden“, sagte Klingbeil am Rande eines Wahlkampftermins in Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt.
Auf die Frage, ob er Kanzler Friedrich Merz (CDU) noch vertrauen könne, wenn dieser sage, es gebe keine Zusammenarbeit mit der AfD, antwortete Klingbeil: „Er hat es immer wieder deutlich gemacht. Ich glaube ihm das auch. Und trotzdem gibt es natürlich diese Vorfälle, und das muss innerhalb der CDU aufgearbeitet werden.“
Klingbeil glaubt an „feste, tiefe Überzeugung“
Mit Blick auf die schwarz-rote Koalition betonte Klingbeil: „Wir kämpfen für demokratische Mehrheiten. Das nochmal, das glaube ich Friedrich Merz, das glaube ich Markus Söder. Da gibt es eine feste, tiefe Überzeugung, dass man nicht mit der AfD zusammenarbeitet.“
Der CDU-Kommunalpolitiker Bernd Prange, der für die CDU im Stendaler Kreistag sitzt und Ortsbürgermeister der Verbandsgemeinde Seehausen in der Altmark ist, hatte der AfD 10.000 Euro gespendet und zugleich eine Wahlempfehlung für die Partei ausgesprochen. Der sachsen-anhaltische CDU-Generalsekretär Mario Karschunke kritisierte das scharf und drohte Prange mit einem Parteiausschlussverfahren. Die AfD ist in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextreme Bestrebung eingestuft.