Absolute Mehrheit verfehlt

Erste Hochrechnung: AfD ist Wahlsieger – CDU halbiert


Aktualisiert am 06.09.2026 – 18:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Ulrich Siegmund (Mitte), Spitzenkandidat und Co-Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, jubelt mit den AfD-Spitzen Alice Weidel (links) und Tino Chrupalla: Die AfD ist eindeutige Wahlsiegerin. (Quelle: Michael Kappeler)

Die erste Hochrechnung zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist erschienen. Für die CDU zeichnet sich ein desaströser Abend ab, die AfD gewinnt eindeutig.

Auch nach der Veröffentlichung der ersten Hochrechnungen zur Landtagswahl in Sachsen-Abend steht die AfD als eindeutiger Wahlsieger fest. Laut Hochrechnung des ZDF von 18.27 Uhr bekommen die Rechtspopulisten 44,1 Prozent.

Die CDU halbiert ihr Ergebnis der letzten Landtagswahl und landet bei 18,5 Prozent, die Linke erreicht 9,2 Prozent. Auch die SPD (8,8 Prozent) und Grüne (8,7 Prozent) schaffen den Sprung in den Landtag. Das BSW liegt bei 4,8 Prozent und muss um den Einzug in den Landtag bangen.

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Deutschland-Koalition am Ende

Eine Neuauflage der bisher in Sachsen-Anhalt regierenden Koalition aus CDU, SPD und FDP ist damit ausgeschlossen. Es war das einzige derartige Bündnis auf Landesebene. Wahrscheinlich ist allerdings, dass die Regierung ihre Amtsgeschäfte noch eine Weile weiterführen wird, denn die Gespräche zur Bildung einer neuen Koalition dürften schwierig werden.

Die AfD strebt eine Alleinregierung an – dafür reichen die Stimmen laut Prognosen aber nicht. Gleichwohl wäre es das beste Ergebnis der Partei bei einer Landtagswahl. Stärkste Kraft war sie bei einer Landtagswahl schon einmal: 2024 in Thüringen.
Von den übrigen Parteien will in Sachsen-Anhalt keine mit der AfD koalieren. Spitzenkandidat Siegmund hatte vor der Wahl eine Minderheitsregierung unter seiner Führung ausgeschlossen.

Eine Minderheitsregierung könnte auch von der CDU geführt werden. Spitzenkandidat Schulze wäre dafür allerdings unter anderem auf Stimmen der Linken angewiesen – ähnlich wie in Sachsen und Thüringen. In seiner Partei gibt es auch Mitglieder, die sich für wechselnde Mehrheiten aussprechen – also auch unter Einbeziehung der AfD. Das dürfte die Linke aber nicht akzeptieren.

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Eine Koalition oder vergleichbare Formen der Zusammenarbeit lehnt die CDU laut Bundesparteitagsbeschluss sowohl mit der Linken als auch der AfD für sich ab. Die Linie wird auch als „Brandmauer“ bezeichnet.

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