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Politik

CDU-Führung besteht auf Abschaffung der «Rente mit 63»

wochentlich.deBy wochentlich.de1 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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CDU-Führung besteht auf Abschaffung der «Rente mit 63»
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Rentenreform

CDU-Führung besteht auf Abschaffung der „Rente mit 63“

Aktualisiert am 01.08.2026 – 13:18 UhrLesedauer: 3 Min.

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Um die abschlagsfreie Frührente nach 45 Beitragsjahren gibt es in der CDU Streit. (Quelle: picture alliance / dpa/dpa-bilder)

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Der Vorschläge der Rentenkommission sollten vollständig umgesetzt werden, hat Kanzler Merz angekündigt. Doch an der Abschaffung der abschlagsfreien Frührente gibt es CDU-intern Kritik. Was nun?

Im parteiinternen Streit um die Abschaffung der „Rente mit 63“ stellt die CDU-Führung ihren Kurs klar. Unionsfraktionschef Thorsten Frei und die neue Generalsekretärin Franziska Hoppermann machten deutlich, dass die CDU an der Abschaffung der abschlagsfreien Frührente („Rente mit 63“) als Teil eines Reformpakets bei der Rente festhält.

„Die Reform ist als ausgewogenes Gesamtpaket angelegt“, sagte Hoppermann der Deutschen Presse-Agentur. Wer einzelne, politische Punkte wie die „Rente mit 63“ herauslöse, gefährde die Tragfähigkeit des Kompromisses. „Das muss richtungsweisend für beide Koalitionspartner sein. Unser Ziel bleibt eine verlässliche Rente, die Lebensleistung anerkennt und zugleich auch für die jüngeren Generationen finanzierbar ist.“

Frei sagte der „Bild“-Zeitung, der Vorschlag der Rentenkommission zur „Rente mit 63“ sei „vollkommen richtig“ und „ein wirklich kluger Vorschlag“. Mit Blick auf die Vorschläge der Rentenkommission sagte er: „Wir haben uns in der Koalition darauf verständigt, dass wir dieses Gesamtkunstwerk, das es ist, auch in seinen Grundzügen so umsetzen möchten. Und dazu stehe ich auch ganz persönlich.“

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten bekundet, alle Empfehlungen der Rentenkommission vollständig umsetzen zu wollen. Bas hatte von einem „Gesamtkunstwerk“ gesprochen.

Ostdeutsche Regierungschefs gegen Abschaffung

Doch hatten sich zuletzt die drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalts) und Mario Voigt (Thüringen) offen gegen die Empfehlung der Kommission gestellt. In einem Brief an die Bundesregierung verteidigten sie die „Rente mit 63“. „Wer 45 Jahre eingezahlt hat, hat genug eingezahlt. Diesen Grundsatz geben wir nicht auf“, heißt es darin. Voigt sagte: „Gerade im Osten ist wichtig: Wer 45 Jahre eingezahlt hat, der muss auch abschlagsfrei in die Rente gehen können.“ Kretschmer drohte mit einem Nein im Bundesrat. Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, unterstützte die Kritik der Ministerpräsidenten.

Die „Rente mit 63“ ist ein gebräuchliches, aber nicht mehr ganz korrektes Schlagwort: Aktuell ist der frühere Renteneintritt ohne Abschläge bei ausreichend Versicherungszeit ab einem Alter von 64,5 Jahren möglich.

Auch Junge Union mahnt

Die Junge Union warnt vor einem „leichtfertigen Spiel“ mit den schwarz-roten Rentenreformplänen. „Bei allem Verständnis für Wahlkampf- und Parteiprofilierung: Bitte bleibt verantwortungsvoll und seriös“, sagte ihr Vorsitzender, der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Winkel, dem „Tagesspiegel“ (Online- und Sonntag-Ausgabe): „Mit der Zukunft und der erzielten Renteneinigung sollte man nicht so leichtfertig spielen.“

SPD verlangt Klärung von CDU

Vor den Äußerungen der CDU-Führungsebene hatte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf die Partei aufgefordert, ihre Position zu klären. „Ich frage mich, wo die CDU in der Debatte über die „Rente mit 63″ nun genau steht“, sagt er der „Bild“-Zeitung. Deren Abschaffung sei immer eine zentrale Forderung der CDU gewesen. Und mit Blick auf die Kritik der Ministerpräsidenten: „Wenn die CDU ihre Position in dieser wichtigen Frage jetzt ändert und sich unserer Sicht annähert, wäre das ein richtiges Signal.“

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