Maschmeyer mit scharfer Kritik

„Das halte ich für gefährlich“


Aktualisiert am 14.05.2026 – 16:05 UhrLesedauer: 3 Min.

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Carsten Maschmeyer: Der Unternehmer wettert gegen die schwarz-rote Regierung. (Quelle: IMAGO/Dwi Anoraganingrum/imago)

Die geplante 1.000-Euro-Entlastungsprämie kommt nicht. Unternehmer Carsten Maschmeyer wirft der schwarz-roten Koalition ein „Kommunikationsdesaster“ vor – und will seinen Mitarbeitern das Geld trotzdem zahlen.

Star-Investor und Unternehmer Carsten Maschmeyer hat die schwarz-rote Bundesregierung nach dem endgültigen Aus für die geplante Entlastungsprämie scharf kritisiert. „Ich habe den Eindruck, dass da Amateure am Werk sind“, sagte Maschmeyer t-online.

Die Bundesregierung verschärft aus seiner Sicht das Misstrauen vieler Bürger gegenüber der Politik. „Etwas ankündigen, was dann nicht kommt, sind wir ja von dieser Regierung schon gewohnt. Aber es schürt weiter die Politikverdrossenheit. Und das halte ich für gefährlich“, so Maschmeyer weiter.

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Vorgesehen war, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten bis zum 30. Juni 2027 eine Prämie von bis zu 1.000 Euro steuer- und abgabenfrei hätten zahlen können. Die Unternehmen hätten die Zahlung als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen können. Der Bundesrat hatte das Vorhaben am vergangenen Freitag gestoppt; anschließend entschied der Koalitionsausschuss von Union und SPD, die Entlastungsprämie nicht weiterzuverfolgen. Damit ist sie endgültig vom Tisch.

Kritik kommt auch aus dem Arbeitnehmerflügel der CDU. Der Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Dennis Radtke, sagte dem Magazin „Stern“, dass es „für die 1.000-Euro-Prämie weder einen Reparaturversuch noch eine Nachfolgelösung“ gebe, sei enttäuschend. „Jetzt wäre es wichtig, die geweckten Erwartungen nicht zu enttäuschen und nicht noch weiteres Vertrauen zu verspielen“, sagte er.

Maschmeyer: „Einfach nur frech“

Investor Maschmeyer hatte bereits vor wenigen Wochen angekündigt, seinen Mitarbeitern die 1.000 Euro auszuzahlen – schon damals hatte er die Bundesregierung aber kritisiert. Auf der Plattform X schrieb er: „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Maschmeyer Group werden die 1.000 Euro Entlastungsprämie so schnell wie möglich bekommen. Denn gute Arbeit verdient Anerkennung.“

Zugleich nannte er es „einfach nur frech“, wenn das Finanzministerium behaupte, „wir entlasten“, diese Entlastung dann aber den Arbeitgebern überlasse. Viele Unternehmer seien nicht in der Lage, solche Summen selbst zu bezahlen. „Und Selbstständige gehen wieder komplett leer aus“, schrieb der Unternehmer, der unter anderem aus der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ bekannt geworden ist.

Maschmeyer: „Ende Mai wird überwiesen“

Jetzt sagte Maschmeyer: „Wer sagt ‚wir entlasten‘ und dann die Arbeitgeber belastet, braucht sich nicht zu wundern, wenn das dann nicht klappt.“

Trotz des politischen Rückziehers will der Unternehmer an seiner Zusage festhalten – und zwar so, dass bei den Beschäftigten der Maschmeyer Group tatsächlich 1.000 Euro netto ankommen. „Ich habe angekündigt, sie auszuzahlen und lasse meine Mitarbeiter unter dem Kommunikationsdesaster der Regierung sicher nicht leiden“, so der Investor. „Ende Mai wird überwiesen.“

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