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You are at:Home»Finanzen»Carsten Maschmeyer fordert Ende von staatlichen Hilfen
Finanzen

Carsten Maschmeyer fordert Ende von staatlichen Hilfen

wochentlich.deBy wochentlich.de2 Oktober 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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„Keinen einzigen Cent mehr“

Maschmeyer wütet nach Galeria-Insolvenz


Aktualisiert am 02.10.2026 – 18:17 UhrLesedauer: 2 Min.

imago images 0866342659Vergrößern des Bildes

Carsten Maschmeyer: Der Unternehmer sieht keine Zukunft für Galeria. (Quelle: IMAGO/Uwe Koch/imago)

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Galeria ist erneut insolvent – und Investor Carsten Maschmeyer glaubt nicht, dass der Staat eingreifen sollte. Er rechnet vor, was mit den Hunderten Millionen Euro Steuergeld hätte passieren können.

Nach der erneuten Galeria-Insolvenz hat sich der bekannte Investor Carsten Maschmeyer zu Wort gemeldet. „Für mich steht fest: keinen einzigen Cent Steuergeld mehr für Galeria! Wer an dieses Konzept glaubt, soll sein eigenes Geld riskieren“, sagte Maschmeyer t-online. „680 Millionen Euro Steuergeld hat der Staat in Galeria Kaufhof gepumpt. Zurückgekommen ist ein Bruchteil, mindestens 500 Millionen Euro sind weg.“

Der Investor rechnet vor: „Damit hätte man 250 Start-ups mit je zwei Millionen Euro an den Start bringen können. Oder ein Jahr lang rund 5.000 zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer bezahlen. Oder mehr als ein Dutzend neue Schulen bauen.“ Von diesen Investitionen hätte Deutschland langfristig profitieren können, so Maschmeyer zu t-online. „Stattdessen haben wir ein Warenhauskonzept verlängert, das schon 2021 deutlich fallende Umsätze hatte und an das damals schon niemand mit wirtschaftlichem Verstand mehr geglaubt hat.“

  • Schon zum vierten Mal: Warenhauskette Galeria stellt Insolvenzantrag
  • „Dieses Spiel muss ein Ende haben“: Partei fordert Konsequenzen für Galeria

„Wir halten Altes viel zu lange künstlich am Leben.“

Maschmeyer kritisiert den Konzern scharf: „Galeria hatte schon vor Corona ein Geschäftsmodell von gestern, und daran hat kein Eigentümerwechsel etwas geändert.“ Hier zeige sich ein deutsches Grundproblem: „Wir halten Altes viel zu lange künstlich am Leben. Nur ein Beispiel: Die Steinkohle haben wir über Jahrzehnte mit Milliarden subventioniert, bis 2018 die letzten Zechen schlossen.“ Gleichzeitig ziehe es ambitionierte Gründer ins Ausland: „Jeder Euro, der in die Vergangenheit fließt, fehlt, wo die Jobs der Zukunft entstehen.“

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Anders bewertet SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf die Lage. Er nimmt das Wirtschaftsministerium in die Pflicht. „Ich erwarte jetzt von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, dass sie dafür kämpft, eine Zukunft für Galeria und die 12.000 Beschäftigten zu schaffen“, sagte Klüssendorf dem „Focus“.

SPD-Generalsekretär fordert Sicherheit für Beschäftigte

Die Beschäftigten verdienten nun Sicherheit, so Klüssendorf. „Viele von ihnen arbeiten seit Jahrzehnten im Unternehmen, sie haben über viele Jahre den wirtschaftlichen Erfolg von Galeria ermöglicht, mussten aber auch allein in den letzten sechs Jahren bereits vier Insolvenzanträge durchmachen.“ Sie dürften nun nicht unter Managementfehlern leiden.

Die angeschlagene Warenhauskette Galeria hatte beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen soll vorerst weiterlaufen, teilte das Unternehmen mit.

Der Antrag schaffe den rechtlichen Rahmen, um die aktuelle Situation zu ordnen, das Unternehmen zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft zu schaffen, erklärte Galeria am Freitag in einer Mitteilung. Zu den Hintergründen machte der Warenhausbetreiber bislang keine weiteren Angaben. Ob und welche Standorte schließen müssen, ist offen. Die rund 12.000 Beschäftigten wurden am Freitagvormittag informiert und müssen nun um ihre Arbeitsplätze bangen. Ob sie Insolvenzgeld erhalten, ist unklar.

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