„No Latte for AfD“
Café-Chefin weist AfD-Gast ab – und spottet im Video über ihn
20.07.2026 – 03:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Berliner Cafébetreiberin verweigert einem mutmaßlichen AfD-Anhänger den Kaffee. Den Vorfall macht sie selbst öffentlich.
Ein Latte Macchiato, den es nie gab: Die Betreiberin eines Berliner Cafés hat einem Gast den Kaffee verweigert, weil sie in ihm einen AfD-Anhänger erkannt haben will. Ihr Vorgehen machte sie selbst in mehreren Videos auf Instagram öffentlich – und stellte klar, dass sie es künftig wieder so halten werde.
Schauplatz ist das Café Eule im umgebauten Container im Berliner Gleisdreieckpark. In einem Video, das die Betreiberin mit dem Schriftzug „No Latte for AfD“ versah, schildert sie ihren rund 8000 Followern die Szene: Ein Mann sei zu ihr gekommen, den sie unter anderem an seiner Krawatte als AfDler einordnete. Er habe einen Latte Macchiato bestellen wollen, das Getränk aber „Latte Matschiato“ genannt – worüber sie sich im Video deutlich lustig macht und den Gast vorführt. Den Wortwechsel gibt sie so wieder: „Ich so: ‚Ich geb Ihnen keinen Latte Matschiato.‘ Und dann sagt er echt so: ‚’Ne Gastronomin, die muss voll unpolitisch sein.‘ Und ich so: ‚Nö.‘“
Café im Part hat Anti-AfD-Schild angebracht
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Auf dem Instagram-Kanal des Cafés findet sich zudem der Vorwurf einer rassistischen Beleidigung: Ein Mann habe eine Frau hinter sich beleidigt, sinngemäß mit der Frage, ob „die Schwarze“ hier auch Kaffee bekomme. Ob dieser Vorfall mit der Kaffee-Verweigerung zusammenhängt, geht aus den Beiträgen nicht eindeutig hervor.
In zwei weiteren Videos beklagt die Gastronomin, die das Café seit neun Jahren betreibt, negative Bewertungen und Beschimpfungen bis hin zu Angriffen auf ihr Äußeres. Einschüchtern lässt sie sich davon nach eigener Darstellung nicht: „Ich werde immer, immer, immer, wenn ich es erkenne, keinen Nazis Kaffee ausschenken.“ Der Vorfall habe sie darin bestärkt, ein Schild anzubringen, wonach sie AfD-Anhänger nicht bewirte.
