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Busfahrer legen die Arbeit nieder

wochentlich.deBy wochentlich.de23 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Busfahrer legen die Arbeit nieder
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Kreuzfahrtschiffe legen nicht an

Busstreik legt griechische Ferieninsel lahm


23.06.2026 – 11:18 UhrLesedauer: 2 Min.

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Santorini: Die berühmte blaue Kuppelkirche Oia erstrahlt im Sonnenaufgang. Die Ferieninsel hat zu Beginn der Woche mit einem Streik zu kämpfen. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Marco Brivio/imago)

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Mitten in der Urlaubszeit hat ein Arbeitsausstand der Busfahrer den Touristenverkehr lahmgelegt. Kreuzfahrtschiffe konnten nicht anlegen.

Ein Busstreik hat auf der griechischen Ferieninsel Santorini am Montag zu erheblichen Einschränkungen für Touristen geführt. Die Gewerkschaft der Reiseveranstalter und Busunternehmen begründete den Ausstand mit der aus ihrer Sicht unzureichenden Infrastruktur auf der beliebten Kykladeninsel.

„Wir sind aufgefordert, jeden Tag mit Tausenden Besuchern fertig zu werden, ohne dass wir über die erforderliche Mindest-Infrastruktur verfügen“, erklärte die Gewerkschaft laut örtlicher Medien. Santorini zählt mit rund 3,4 Millionen Gästen pro Jahr zu den meistbesuchten Urlaubszielen Griechenlands. Auf der Insel leben jedoch lediglich etwa 15.500 Einwohner.

Auslöser des Protests war insbesondere eine Vorschrift der Hafenbehörde, die im März eingeführt wurde. Demnach müssen 70 Prozent der Kreuzfahrtschiffe den Hafen Ormos Fira unterhalb der Inselhauptstadt Fira anlaufen. Die meisten Passagiere werden von dort mit Bussen zu den Sehenswürdigkeiten der Insel transportiert. Die übrigen 30 Prozent der Schiffe nutzen den Fährhafen Athinios.

Klare Ankunftszeiten für Kreuzfahrtschiffe fehlen

Nach Angaben der Gewerkschaft fehlen jedoch klare Vorgaben für die Ankunftszeiten der Kreuzfahrtschiffe. Dadurch würden sich Besucherströme auf bestimmte Tageszeiten konzentrieren. Zudem mangele es in Fira an Parkplätzen und einer funktionierenden Verkehrsplanung. Dies führe regelmäßig zu Staus und Problemen bei der Abwicklung der Touristenströme. Die Situation schade zudem dem Ruf der Insel, kritisierten die Beschäftigten.

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Die Kommunalverwaltung zeigte wenig Verständnis für den Streik. Die Entscheidung, „mitten in der Urlaubssaison“ die Arbeit niederzulegen, sei „unverständlich“, hieß es in einer Stellungnahme. Leidtragende seien Unternehmen, Besucher, Beschäftigte und die Bewohner der Insel.

Nur 8.000 Kreuzfahrtpassagiere pro Tag erlaubt

Mehrere Kreuzfahrtschiffe hatten auf die Proteste reagiert. Die „Sinfonia“ mit 2.126 Passagieren sowie die „Norwegian Pearl“ mit 2.504 Gästen hatten ihren geplanten Landgang abgesagt. Die „Celebrity Ascent“ mit rund 3.200 Passagieren verschob ihren Aufenthalt auf den heutigen Dienstag.

Santorini ist weltweit für seine weiß getünchten Häuser, spektakuläre Sonnenuntergänge und die durch einen Vulkanausbruch geprägte Landschaft bekannt. Der Massentourismus führt jedoch seit Jahren zu Problemen. Außer über Verkehrsstaus klagen die Behörden über Wasserknappheit während der Hochsaison und große Müllmengen.

Um die Belastung zu begrenzen, wurde die Zahl der täglich an Land gehenden Kreuzfahrtpassagiere bereits auf 8.000 beschränkt. Zudem erhebt Griechenland seit dem vergangenen Jahr auf Santorini eine Abgabe von 20 Euro pro Kreuzfahrtgast.

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