Newsblog zum Waldbrand im Hürtgenwald
Brand nähert sich Munitionslager – 1.800 Menschen evakuiert
Aktualisiert am 14.08.2026 – 09:14 UhrLesedauer: 4 Min.
In Hürtgenwald in der Eifel stehen rund 300 Hektar Wald in Flammen. Ein Ortsteil ist bereits evakuiert worden. Die aktuellen Entwicklungen im Newsblog.
Partyservice-Betreiber verteilt Getränke an Helfer
9.12 Uhr: „Gestern waren wir in Angst und Bange“, berichtet Anwohner Mario Napiralla der Aachener Lokalredaktion von t-online. Das Haus des Familienvaters steht in Hürtgenwald-Großhau. Doch die Familie hatte Glück im Unglück: In der Nacht drehte der Wind, der Waldbrand steuert nun auf den Ortsteil Gey zu.
Napiralla will nun helfen: Er ist am Freitagmorgen in der Region unterwegs, um die Rettungskräfte mit Getränken zu versorgen. „Heute werden es bis zu 38 Grad, das müssen die Helfer irgendwie überstehen.“ Als t-online Napiralla erreicht, ist er gerade auf dem Weg zu einer Einsatzzentrale nach Großhau.
Munition aus Zweitem Weltkrieg explodiert vereinzelt
8.57 Uhr: Da der Hürtgenwald während des Zweiten Weltkrieges ein umkämpftes Gebiet war, liegen dort immer noch Handgranaten, Artilleriegranaten und Munition.
Aufgrund der hügeligen Umgebung habe das Waldgelände nicht flächendeckend geräumt werden können, wie die „Aachener Zeitung“ berichtet. Vereinzelt seien deswegen Geräusche von explodierender Munition zu hören.
Waldbrand breitet sich auch in Richtung von altem Munitionslager aus
8.35 Uhr: Laut Bürgermeister Stephan Cranen ist die Lage weiterhin kritisch. Einer der Brände, der derzeit nicht unter Kontrolle ist, hat sich Cranen zufolge in der Nacht auch in Richtung des alten Munitionslagers in Düren ausgebreitet.
Die anderen beiden Brände habe man unter Kontrolle. Man hoffe, den Brand schnell unter Kontrolle zu bekommen, so Cranen zum WDR. Mittlerweile lodert einer der Brände nur noch rund 200 Meter entfernt von der Ortschaft Gey.
Hürgenwald-Gey evakuiert – Landrat spricht von sich schnell ausbreitendem Feuer
8.10 Uhr: Alle Einwohner im Ortsteil Hürtgenwald-Gey hätten ihre Häuser verlassen, teilten die Einsatzkräfte gegen 8.15 Uhr mit. Die Löscharbeiten schreiten derweil im Waldstück bei Gey weiter voran. Das Feuer habe sich in der Nacht schnell über die Baumkronen ausgebreitet, sagte Landrat Ralf Nolten dem WDR. Mittlerweile seien die Glutnester zwar kleiner geworden, der Brand allerdings immer noch nicht unter Kontrolle.
Rund 300 Einsatzkräfte sind laut Angaben des Kreises Düren derzeit vor Ort, darunter auch Mitglieder der Feuerwehren Köln und Düsseldorf, sowie weiterer umliegender Kommunen. Auch das Technische Hilfswerk (THW) unterstützt im Hürtgenwald.
