Scharfe Schiedsrichter-Kritik
Nach VfB-Niederlage: Diese Szene bringt Hoeneß in Rage
13.09.2026 – 13:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Der VfB Stuttgart verliert 1:2 bei der TSG Hoffenheim – und Trainer Sebastian Hoeneß kann eine Schiedsrichterentscheidung dabei absolut nicht verstehen.
Nach der 1:2-Niederlage mit dem VfB Stuttgart bei der TSG Hoffenheim hat VfB-Chefcoach Sebastian Hoeneß den Schiedsrichter scharf kritisiert. Sven Jablonski hatte einen möglichen Elfmeter für den VfB nicht gegeben – und auch den Videobeweis nicht genutzt.
Mitte der ersten Hälfte prallten VfB-Mittelfeldstratege Angelo Stiller und der frühere Stuttgarter Verteidiger Ozan Kabak mit den Knien gegeneinander. Stiller blieb zunächst liegen und spielte nach einem Check von Teamarzt Raymond Best weiter. Wenige Minuten nach dem Zweikampf musste Stiller jedoch angeschlagen ausgewechselt werden. Jablonski ahndete die Szene nicht und zog auch den VAR nicht hinzu. Hoeneß schilderte danach: „Das ist ein Foulspiel. Du siehst sofort, wie sein Knie wegschlackert, und es gibt keine Verzögerung zwischen Schlag und Schmerzempfinden. Er fällt und schreit sofort.“
Schiedsrichter Sven Jablonski habe ihm gesagt, die Szene nicht gesehen zu haben. Das ließ Hoeneß aber nicht gelten. „Dann hat er aber jemanden im Keller, der es für ihn sehen kann. Dann gibt es ja schon auch die Möglichkeit, ihm zumindest die Möglichkeit zu geben, das noch mal neu zu bewerten“, monierte der Coach. Sportdirektor Fabian Wohlgemuth sprach von einer „klaren Elfmeteraktion im Strafraum der Hoffenheimer“. Die Niederlage habe aber nicht an dieser Szene gehangen, stellte er klar.
Hoeneß hadert mit eigenem Team in beiden Strafräumen
Beide Gegentore fielen nach Kontern. Der tschechische Stürmer Adam Hložek traf doppelt. Hoeneß bilanzierte: „Wir haben es heute in beiden Strafräumen verloren. Das ist zu einfach, wie Spieler alleine vor unserem Tor auftauchen. Und wir selbst waren nicht effizient genug.“
Mittelfeldspieler Maximilian Mittelstädt, der den Ausgleich zum 1:1 erzielt hatte, ergänzte: „Manchmal sind wir im letzten Drittel immer noch ein bisschen zu risikoreich. Wir haben alle irgendwie den Offensivdrang. Jeder will irgendwie in die Box rein und torgefährlich werden. Wenn du die Situation nicht abschließt und dann große Räume hast, ist es halt schwierig, wenn der Gegner 80 Meter auf die Kette zudribbelt.“
Nach drei Spieltagen steht der VfB mit nur drei Punkten da. Am kommenden Samstag wartet Borussia Dortmund – mit dem früheren Stuttgarter Torjäger Serhou Guirassy und einem makellosen Saisonstart.