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Einen Tag nach der Einberufung des neuen Parlaments und der Vereidigung von Péter Magyar als Ministerpräsident feierten Tausende in Budapest den Europatag und den 22. Jahrestag des Beitritts Ungarns zur Europäischen Union.

Am 9. Mai 1950, dem Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs, wurde die Schuman-Erklärung herausgegeben, die den Grundstein für die Gemeinschaft legte, die heute als Europäische Union bekannt ist. 76 Jahre später, am selben Tag, vereidigte Ungarn einen neuen Premierminister, was zweifellos das oft angespannte Verhältnis zwischen Brüssel und Budapest neu gestalten wird. Der Regierungswechsel hat auch am diesjährigen Europatag seine Spuren hinterlassen.

„Wir sind alle sehr glücklich. Ich bin noch nie zum Europatag gekommen, also kann ich das nicht vergleichen, aber man spürt wirklich die gute Stimmung, besonders nach gestern“, sagte eine junge Frau auf dem Szabadság tér, dem Hauptveranstaltungsort der Veranstaltungen.

„Ich freue mich ehrlich gesagt sehr darüber und spüre, dass die Atmosphäre viel enthusiastischer und motivierter ist. Nicht zuletzt, weil wir jetzt die Chance haben, wieder einen gemeinsamen Weg mit Europa einzuschlagen“, fasste ein anderer Teilnehmer seine Gefühle zum Regierungswechsel zusammen.

Die Veranstalter haben für den Europatag ein umfangreiches Programm zusammengestellt, darunter auch Konzerte. Traditionsgemäß wurde die Veranstaltung mit einem Laufrennen eröffnet: Diesmal stellten sich die Läufer einem Halbmarathon, konnten aber auch in Staffelteams antreten, wenn sie nicht die gesamten 21 Kilometer zurücklegen wollten.

Das Programm zum Europatag geht bis in den Abend weiter. Der detaillierte Zeitplan kann hier eingesehen werden (Quelle auf Ungarisch)mit der Band hiperkarma als Headliner des heutigen Abendprogramms.

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