Nach gescheiterter Walrettung kritisieren Grüne Backhaus

Nach dem Tod des Buckelwals kommt Kritik aus der Grünen-Landtagsfraktion an Umweltminister Till Backhaus (SPD). Der stellvertretende Vorsitzende und umweltpolitische Sprecher, Harald Terpe, warf Backhaus vor, die Verantwortung für die getroffenen Entscheidungen auf sein Haus und seine Mitarbeiter abzuschieben. „Gleichzeitig bemüht er vordergründig die öffentliche Stimmungslage, um sein Vorgehen zu rechtfertigen. Schneid sieht anders aus“, so Terpe.

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Quelle: dpa

„Von einem Minister, der für Umwelt-, Tier- und Klimaschutz zuständig ist, müssen wir erwarten dürfen, dass verantwortungsvolle Entscheidungen auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse getroffen werden“, betonte der Abgeordnete. „Und nicht im Spannungsfeld zwischen öffentlichem Druck und medienwirksamer, geltungssüchtiger Profilierung oder persönlicher Inszenierung einzelner Akteur*innen und Personengruppen.“

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Minister Backhaus verteidigt gescheiterte Rettungsaktion

Jetzt ist endgültig klar: Die Rettungsaktion der privaten Initiative ist gescheitert. Der mehrmals an der Küste Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns gestrandete Wal war von Aktivisten mithilfe eines Lastkahns in die Meerenge zwischen Ostsee und Nordsee gebracht und am 2. Mai etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt ausgesetzt worden.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus versuchte sich am Samstag an einer Verteidigung. Die Duldung des Rettungsversuchs sei keine Wissenschaftskritik gewesen, sagte er. „Ich halte es für absolut menschlich, auch die geringste Chance zu nutzen, wenn es um ein Leben geht. Wer das kritisieren will, möge das tun.“

Jetzt gelte es, aus dem Geschehen die bestmöglichen Lehren zu ziehen und das Handeln in Zukunft danach auszurichten, so der Minister. „Der Tod des Wals sollte uns mahnen, Natur, Artenschutz und Klimaschutz noch ernster zu nehmen. Denn wir Menschen sind Teil des gesamten Ökosystems.“ Backhaus dankte der dänischen Umweltbehörde, die geholfen habe, das Schicksal des Wals endgültig zu klären. Nun müsse mit den dänischen Behörden geklärt werden, was weiter mit dem toten Tier geschehen solle.

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Quelle: dpa

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