Alarm an der Nordsee
Zwei Meter Pegelstand – Sturmflut rollt an
Aktualisiert am 05.10.2025 – 13:15 UhrLesedauer: 2 Min.
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Von Emden bis Sylt gilt Sturmflut-Warnung. Die Pegelstände können gefährlich steigen – betroffen sind viele Küstenorte. Eine Folge des Orkantiefs, das in Europa bereits Todesopfer forderte.
Nach Angaben des BSH soll es mittags zu besonders hohen Pegelständen kommen: um 11.14 Uhr auf Helgoland, um 12.03 Uhr auf Sylt (Westerland), um 13.13 Uhr in Husum und um 13.21 Uhr auf Föhr. Auch an der Weser und Elbe werden deutlich höhere Wasserstände erwartet. Der Fährverkehr bleibt eingeschränkt.
Die Sturmflut ist eine Folge des Tiefdruckgebiets „Detlef“, das international den Namen „Amy“ trägt. Es bringt weiten Teilen Deutschlands ungemütliches Wetter – vor allem im Norden. Bereits in der Nacht zum Sonntag zogen kräftige Sturmböen über die Region. Nach einer ersten Einschätzung der Polizei blieb es aber bei überschaubaren Schäden.
Auch am Sonntag bleibt das Wetter trüb und nass. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor weiterem Starkregen, besonders in Südschleswig-Holstein. Die Temperaturen liegen zwischen 14 und 16 Grad. Am Montag bleibt es ähnlich: grau, regnerisch und stürmisch.
Video | Das aktuelle Wetter in Deutschland:

Das Sturmtief hatte bereits über dem Atlantik Orkanstärke erreicht. In Frankreich starben am Samstag zwei Menschen: Ein 48-Jähriger kam im Badeort Etretat in der Normandie ums Leben, als er bei Sturm badete. Wegen des Wetters war keine Rettung möglich. In Aisne wurde ein Autofahrer von einem herabfallenden Ast tödlich getroffen. Seine Mitfahrerin wurde schwer verletzt. In Tausenden Haushalten fiel der Strom aus.
In Baden-Württemberg und Hessen richtete „Detlef“ ebenfalls Schäden an. Besonders betroffen: Hochrhein, Oberrhein und der Schwarzwald. Bäume stürzten um, Bauzäune kippten. In Dachsberg traf ein umstürzender Baum einen Kleinbus – zwei Menschen wurden schwer verletzt. In Hessen führte ein Hagelschauer zu glatten Straßen, blieb aber ohne Unfälle.
