Wasser grün gefärbt

Protest gegen Reiche in 17 deutschen Städten

Aktualisiert am 21.05.2026 – 13:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Katherina Reiche (Archivbild): Die Aktion soll auf die aus Sicht der Protestierenden zu konzernfreundliche Gaspolitik der Bundeswirtschaftsministerin aufmerksam machen. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

In Berlin, Hamburg, Dresden und 14 weiteren Städten leuchtet das Wasser von manchen Brunnen grün. Damit protestieren Aktivisten gegen die Gaspolitik der Bundesregierung.

Aus Protest gegen die Gaspolitik der Bundesregierung haben Aktivisten der Protestbewegung Extinction Rebellion in zahlreichen Städten das Wasser von Brunnenanlagen grün gefärbt. Betroffen sind nach Angaben der Protestbewegung Brunnenanlagen in 17 Städten, darunter Berlin, Hamburg, München, Dresden und Köln. Extinction Rebellion spricht von einer Kunstaktion, die auf den zerstörerischen Fokus auf Gas als Energieträger aufmerksam machen soll.

Der für die Aktion benutzte leuchtende Farbstoff Uranin sei ungiftig und werde unter anderem in der Wasserwirtschaft zum Orten von Lecks in Rohrleitungen verwendet sowie als Köder im Angelsport und für Badesalze. Er verschwindet den Angaben zufolge in Abhängigkeit von der Intensität nach einigen Stunden beziehungsweise Tagen. Für die Brunnen sei eine geringe Menge von etwa 0,1 Gramm bis 1 Gramm pro 1.000 Liter Wasser genutzt worden.

Der Mauerbrunnen vor dem Wirtschaftsministerium in Berlin: Das Wasser leuchtete am Morgen grün. (Quelle: Christophe Gateau/dpa/dpa-bilder)

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Die Aktion soll auf die aus Sicht der Protestierenden zu konzernfreundliche Gaspolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) aufmerksam machen, der die Protestierenden „Greenwashing“ vorwerfen.

In Hamburg war unter anderem das Wasser von Springbrunnen des Parks Planten un Blomen mit grüner Farbe gefärbt. (Quelle: Bodo Marks/dpa/dpa-bilder)

Vergangene Woche hatte das Kabinett der Bundesregierung einen Gesetzentwurf zum Bau neuer Gaskraftwerke auf den Weg gebracht. Neue Gaskraftwerke sollen im Zuge des bis 2038 geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleisten und künftig als Backups einspringen in „Dunkelflauten“ mit einer geringen Erzeugung aus Solar- und Windenergie.

Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 80 Prozent steigen. Im ersten Quartal 2026 lag der Anteil bei rund 53 Prozent.

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