Verkehr im Rheinland
Bonner Nordbrücke bleibt gesperrt – neue Lösung in zwei Jahren
Aktualisiert am 19.06.2026 – 11:52 UhrLesedauer: 3 Min.
Rückschlag für den Verkehr im Rheinland: Laut Verkehrsminister Schnieder bleibt die Nordbrücke gesperrt.
Schwerer Rückschlag für den Verkehr im Rheinland: Die einst vielbefahrene Bonner Nordbrücke kann vorläufig nicht mehr für den Verkehr freigegeben werden. Das sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) am Freitag. Die Autobahnbrücke über den Rhein war Anfang Juni wegen Schäden gesperrt worden.
An der linksrheinischen Vorlandbrücke sei der Schaden noch größer als angenommen, sagte Schnieder nach der zweiten Sitzung eines Lenkungskreises von Bund, Land und Kommunen in Bonn. Die Brücke solle nun abgerissen und neu gebaut werden.
Dabei gehe es jetzt um Schnelligkeit, sagte Schnieder. Das Vergabeverfahren werde sofort starten, sodass möglichst noch im Juli mit dem Abriss begonnen werden könne. Ziel sei es, dass die neue Brücke spätestens Ende 2028 für den Verkehr geöffnet werden kann.
Schäden an Bonner Rheinbrücke: Verkehrsinfarkt im Rheinland droht
Die A565-Rheinbrücke war am 3. Juni wegen neu entdeckter Schäden überraschend gesperrt worden. Die Autobahn-Gesellschaft hat seitdem geprüft, wie es mit der Brücke weitergehen soll. Das auch Bonner Nordbrücke genannte Bauwerk ist die wichtigste Ost-West-Verbindung für die Region. Über sie rollte bis zur Sperrung deutlich mehr Verkehr als über die lange gesperrte Rahmede-Talbrücke der Sauerland-Linie A45.
Die Vollsperrung hat erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr im Rheinland: In Bonn, Köln und den umliegenden Städten kommt es seit zwei Wochen zu einem Verkehrschaos. Die Brücke wurde bis zuletzt täglich von 100.000 Fahrzeugen befahren.
Ein von Schnieder eingerichtete Lenkungskreis von Bund, Land und Kommunen hatte sich am 10. Juni zum ersten Mal getroffen. Dabei wurde unter anderem besprochen, wie der Umleitungsverkehr verbessert werden kann. Geleitet wird das Gremium von der Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Claudia Elif Stutz.
Nordbrücke in Bonn: Verkehrsminister sprach von „Schlag für die ganze Region“
Zuletzt hatte bereits der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) die Erwartungen für ein schnelles Ende der Vollsperrung der Bonner Nordbrücke gedämpft. „Es war gut, dass die Brücke gesperrt wurde, um die Ursachen für die Schäden zu ermitteln. Bevor die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen, erübrigt sich jegliche Spekulation, was die Zukunft der Brücke angeht“, sagte Krischer am Mittwoch im Landtag in Düsseldorf.
