Auch in Deutschland?

Tabakriese streicht Tausende Stellen

29.06.2026 – 18:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Lucky-Strike-Packung: Der Hersteller kündigt einen massiven Umbau an. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa)

British American Tobacco baut tausende Stellen ab und lagert weitere aus. Mit dem Umbau will der Lucky-Strike-Hersteller hunderte Millionen Euro sparen.

Der Tabakkonzern British American Tobacco (BAT) baut weltweit rund 9.000 Arbeitsplätze ab oder lagert sie aus. Das Unternehmen kündigte an, bis Ende des Jahres 5.500 Stellen zu streichen und weitere 3.500 an externe Dienstleister zu vergeben. Betroffen sind Beschäftigte außerhalb des wichtigsten BAT-Marktes USA.

Mit dem Umbau will der Hersteller von Marken wie Lucky Strike und Dunhill seine Kosten senken und die Unternehmensstruktur vereinfachen. Bis 2028 sollen dadurch jährlich rund 600 Millionen Pfund (etwa 695 Millionen Euro) eingespart werden.

Wie viele Beschäftigte in Deutschland betroffen sein werden, ist bislang offen. BAT steuert sein Deutschlandgeschäft von Hamburg aus und betreibt in Bamberg ein Werk für Stopf- und Drehtabak.

Stellenstreichungen sind Teil eines Sparprogramms

Konzernchef Tadeu Marroco erklärte, BAT wolle agiler werden, Kosten konsequenter kontrollieren und Technologien stärker nutzen. Zugleich kündigte er an, die betroffenen Mitarbeiter während des Umbaus unterstützen zu wollen.

Die Stellenstreichungen sind Teil eines bereits angekündigten Sparprogramms. Analyst Pallav Mittal von der Barclays Bank erklärte, der Umfang des Personalabbaus habe die Anleger überrascht. Die Aktie des Unternehmens verlor am Montag im frühen Handel in London zeitweise rund zwei Prozent.

Die Tabakbranche steht seit Jahren unter Druck, weil die Nachfrage nach klassischen Zigaretten zurückgeht. BAT versucht wie andere Hersteller, das Geschäft mit rauchfreien Alternativen wie E-Zigaretten und Nikotinbeuteln auszubauen. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern entwickelt sich dieser Bereich bei BAT bislang jedoch schwächer als bei einigen Wettbewerbern.

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