Erinnerungen an Blatten
150.000 Kubikmeter Gesteinsmassen drohen abzustürzen
19.11.2025 – 11:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Geologen schlagen Alarm: Auf das kleine Schweizer Bergdorf Brienz könnten in den kommenden Tagen gigantische Geröllmassen niedergehen.
Im Schweizer Bergdorf Brienz droht ein neuer Felssturz von bis zu 150.000 Kubikmetern Gestein. Geologen erwarten laut Gemeindeangaben, dass sich die Felsmasse in den nächsten Tagen lösen könnte. Die Menge des abstürzenden Gesteins könne mit bis zu 150 Einfamilienhäusern verglichen werden.
Die Gefahr geht über den unmittelbaren Felssturz hinaus. Im ungünstigen Fall könnte der Abbruch eine weitere Schutthalde in Bewegung bringen und einen Schuttstrom von bis zu einer Million Kubikmetern Material auslösen.
„Teile des Dorfes könnten dadurch getroffen werden“, warnt die Gemeinde. Noch besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass das Ereignis keine weiteren Auswirkungen hat.
Für die rund 80 Einwohner von Brienz ist die Bedrohung durch Felsstürze keine neue Erfahrung. Bereits im Mai 2023 musste das Dorf wegen einer drohenden Gerölllawine evakuiert werden. Wenige Wochen später stürzten 1,2 Millionen Kubikmeter Felsmassen talwärts und verfehlten den Ort nur knapp.
Obwohl die Bewohner im Juli 2023 zurückkehren konnten, spitzte sich die Lage im November 2024 erneut zu. Die Behörden ordneten damals eine weitere Räumung an. Die geologische Instabilität über dem Bergdorf bleibt ein anhaltendes Problem für die Gemeinde.
